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Hochschulleitung und Politiker haben sich auf einer Baustelle zum Gruppenfoto aufgestellt. Foto: Tilmann Warnecke/Tsp
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Wahldrama an der Alice Salomon Hochschule Bettina Völter bleibt ASH-Rektorin, muss sich aber neue Vizes suchen

Rektorin wiedergewählt, ihr Vize auch, aber der nimmt die Wahl nicht an, nachdem die Dritte durchfällt. Bettina Völter spricht von „Spannungsverhältnissen“.

Turbulenzen bei der Rektoratswahl an der Alice Salomon Hochschule Berlin (ASH): Rektorin Bettina Völter, seit 2018 im Amt, wurde am Dienstag zwar für eine zweite Amtszeit wiedergewählt – mit 12 von 14 Stimmen im Akademischen Senat der ASH – und nahm die Wahl auch an.

Der ebenfalls wiedergewählte Erste Prorektor für Forschung, Olaf Neumann, der neun von 14 Stimmen erhielt, nahm die Wahl aber nicht an.

Durchgefallen ist zudem Dagmar Bergs-Winkels, als Prorektorin seit April 2021 zuständig für Studium und Lehre: Sie erhielt nur fünf von zwölf gültigen Stimmen und bleibt wie Neumann bis zu Neuwahlen kommissarisch im Amt. Ein Termin dafür steht nocht nicht fest.

Alle drei aus dem Führungsteam waren ohne Gegenkandidat:innen angetreten - eigentlich ein Zeichen von Einigkeit in der Hochschule. Die Entscheidung des Gremiums zeige jedoch, „unter welchen Spannungsverhältnissen die ASH Berlin“ derzeit agiere, kommentierte die alte und neue ASH-Rektorin Bettina Völter am späten Dienstagnachmittag per Pressemitteilung.

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Die Situation sei geprägt von „extremem Wachstum, tiefgreifendem Organisationswandel und knappen Ressourcen“. Das Rektoratsteam habe aber „vieles erfolgreich abgeschlossen und auf den Weg gebracht“, weshalb sie das Wahlergebnis sehr bedauere.

Größte staatliche SAGE-Hochschule in Deutschland

Als Herausforderungen für die kommenden vier Jahre nennt Völter vor allem die Tatsache, dass die ASH als „größte staatliche Hochschule Deutschlands für die Disziplinen der Sozialen Arbeit, Gesundheit sowie Erziehung und Bildung in der Kindheit (SAGE)“ in den vergangenen fünf Jahren noch einmal „um 40 Prozent landesseitig finanzierter Studienplätze gewachsen“ ist.

[Ein Interview, das Tilmann Warnecke vor der Wahl mit Bettina Völter geführt hat, finden Sie hier]

Dies erfordere einen grundlegenden Kultur- und Strukturwandel der Hochschule. So sind im April mit „Sozialer Arbeit“ und „Gesundheit/Erziehung“ erstmals zwei Fachbereiche an der ASH eingerichtet worden. Zudem müssten eine Verwaltungsreform und die Digitalisierung der Hochschule weiter vorangebracht werden, erklärt Völter.

Ein weiteres Großprojekt ist der Erweiterungsbau der ASH Berlin am Kokoschkaplatz in Hellersdorf. Auch angesichts der Unterfinanzierung der ASH im Vergleich zu anderen norddeutschen SAGE-Hochschulen, werde es nicht leicht, den Strukturwandel „unter diesen schwierigen Bedingungen zu bewältigen“.

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