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Protest von Erasmus-Studierenden gegen den Brexit im November 2018 in Berlin Foto: Imago/Christian Ditsch
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Post-Brexit-Abkommen mit der EU Großbritannien steigt aus Erasmus-Programm aus

Seit dem Start 1987 war Großbritannien Teil des Erasmus-Programms der EU. Nun findet der Premier es zu teuer. Für britische Studierende soll es Ersatz geben.

Nach mehr als 30 Jahren steigt Großbritannien im Zuge des Post-Brexit-Abkommens aus dem europäischen Erasmus-Programm für Studierende aus. Es habe sich dabei um eine „schwierige Entscheidung“ gehandelt, sagte der britische Premierminister Boris Johnson am Donnerstag nach der Einigung auf ein Handelsabkommen zwischen London und Brüssel. Das Programm sei für sein Land jedoch extrem teuer, begründete Johnson den Schritt.

Der Premier kündigte zugleich ein Ersatzprogramm an. Damit wolle er es britischen Studierenden ermöglichen, an den besten Universitäten der Welt und nicht nur in Europa zu lernen. Für die derzeit knapp 150.000 an britischen Hochschulen eingeschriebenen Studierenden aus EU-Staaten dürfte der Auslandsaufenthalt an Universitäten im Vereinigten Königreich dagegen teurer und schwieriger werden.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier bedauerte den Rückzug des Vereinigten Königreichs aus dem Erasmus-Programm. Er forderte die Regierung in London auf, zügig Klarheit über sein Alternativprogramm zu schaffen. Großbritannien war von Beginn an Teil von Erasmus.

Erasmus war im Jahr 1987 als Austauschprogramm gestartet. 2014 waren unter dem Namen Erasmus+ bisherige EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengeführt worden. Es gilt als eines der beliebtesten EU-Programme. (AFP, dpa)

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