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Menschen stehen für eine Abkühlung im Nebelgarten in New York. (Archivbild, 13.08.2021) Foto: Wang Ying/XinHua/dpa
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Folgen des Temperaturanstiegs Mehr Tote durch Hitzestress

Bis 2100 könnte die Mitteltemperatur der Erde um 2,7 Grad Celsius steigen. Das würde zu extremem Wetter und seinen gesundheitlichen Folgen führen.

Sollte die Erderhitzung die kritische Marke von zwei Grad übersteigen, werden einer britischen Studie zufolge bis zu eine Milliarde Menschen unter extremen Hitzestress leiden. Das wären 15 mal mehr Betroffene als zurzeit.

Und bei einem Anstieg auf vier Grad würde sogar die Hälfte der Menschheit in Mitleidenschaft gezogen, wie die am Dienstag vom britischen Wetterdienst am Rande der Weltklimakonferenz in Glasgow veröffentlichte Studie zeigt.

Unter potenziell tödlichem extremen Hitzestress verstehen die Wissenschaftler Temperaturen über 32 Grad bei gleichzeitig sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Liegen die Temperaturen oberhalb dieser Schwelle, wird etwa nach internationalen Schutzstandards beim Arbeiten im Freien empfohlen, stündlich eine Pause zu machen, um Erschöpfungszustände zu vermeiden.

Andy Hartley von der Klimaabteilung des Wetterdiensts Met Office sagte, alte und vorerkrankte Menschen seien durch Hitzestress besonders gefährdet und ebenso Menschen, die viel körperlich im Freien arbeiten müssten.

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Der Forscher Richard Betts von der Universität Exeter sagte, die Analyse zeige, wie dringend es sei, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad zu begrenzen im Vergleich zur vorindustriellen Zeit. Es drohten sonst „schwere und weit verbreitete Risiken“ für die Gesundheit vieler Menschen.

Die bislang bei den Vereinten Nationen eingereichten Klimaschutz-Pläne reichen bei weitem nicht aus, um das Ziel zu erreichen, die Erderwärmung auf ein noch erträgliches Maß von 1,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts zu begrenzen. Der UN-Klimaagentur zufolge befindet sich die Welt stattdessen auf einem 2,7-Grad-Pfad. (dpa)

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