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Dafür lieben die Menschen die Grüne Woche: Susanne Roch aus Golßen zeigt in der Halle ihres Bundeslandes Brandenburg frische Würste. Das war vor zwei Jahren. Letztes Jahr gab es die Messe nur online. Foto: dpa/Wolfgang Kumm
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Wegen steigender Corona-Zahlen Die Grüne Woche fällt wohl erneut aus

Wichtige Veranstalter haben bereits abgesagt. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Messe nur digital stattgefunden.

Die Grüne Woche, die im kommenden Januar als 2G-Veranstaltung geplant war, wird vermutlich abgesagt. Wegen der Pandemie haben nach Tagesspiegel-Informationen bis Donnerstagnachmittag Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Sachsen ihre Teilnahme abgesagt.

Auch das Bundesagrarministerium und der Deutsche Raiffeisenverband haben storniert. Der Deutsche Bauernverband, einer der Träger der Veranstaltung, verwies auf die Messe Berlin: "Die Entscheidung muss die Messe treffen", hieß es auf Anfrage.

Die Grüne Woche sollte vom 21. bis zum 30. Januar unter dem Funkturm stattfinden. Wegen der Coronakrise war die weltgrößte Landwirtschafts- und Ernährungsmesse schon im vergangenen Jahr auf ein digitales Format geschrumpft; in normalen Zeiten besuchen Hunderttausende die Lebensmittelschau.

Für die landeseigene Messegesellschaft ist die erneute Absage sehr bitter, denn die Grüne Woche ist eine von fünf Leitmessen, die das Geschäft der Messe Berlin prägen. Mit der Fruit Logistica und der Tourismusbörse ITB sind zwei weitere Großveranstaltungen im kommenden Februar beziehungsweise März (ITB) geplant.

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Land Berlin muss helfen

Die Messe Berlin musste im vergangenen Jahr mit 67 Millionen Euro vom Land unterstützt werden. In diesem Jahr dürfte der Betrag kaum geringer ausfallen, da bis zum Spätsommer 2021 keine Messen oder Kongresse stattfanden.

Der so genannte Re-Start im gesamten deutschen Messewesen erfolgte dann im September. Das war zu spät für die Internationale Funkausstellung Ifa, die in normalen Jahren Anfang September ansteht.

Deutschlandweit wird die Veranstaltungs- und Messebranche von der vierten Corona-Welle voll getroffen. Was das für den Berliner Landeshaushalt bedeutet, wird bald deutlich werden: Im Dezember legt die Messe Berlin ihre voraussichtlich tiefrote Jahresbilanz vor.

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