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Das Markenzeichen von "Kaufland". Foto: picture alliance/ Jens Wolf
© picture alliance/ Jens Wolf

Streit mit Unilever Kaufland wirft in Deutschland Unilever-Produkte aus den Regalen

In dem seit Monaten schwelenden Streit mit dem Lebensmittelgiganten Unilever greift die Handelskette Kaufland zu ungewöhnlich drastischen Maßnahmen.

In dem seit Monaten schwelenden Streit um Preiserhöhungen nimmt Kaufland mit den über 660 Filialen und rund 75.000 Mitarbeitern in Deutschland die Produkte des Konsumgüterkonzerns Unilever dauerhaft aus den Regalen. Zum Jahresende werde die wie Lidl zur Schwarz-Gruppe gehörende Supermarktkette die jahrzehntelange Geschäftsbeziehung zu dem britisch-niederländischen Konzern in Deutschland beenden, teilte Kaufland am Freitag mit.

"Die gegenüber Kaufland geforderten Preiserhöhungen und einseitigen Veränderungen der Geschäftsbedingungen hätten zu erheblichen Erhöhungen der Verkaufspreise geführt, die über marktübliche Preise hinausgegangen wären", begründete Kaufland die Entscheidung. Betroffen seien bei Kaufland in Deutschland die Marken Knorr, Mondamin, Pfanni, Bertolli, Unox, Lipton, Ben & Jerry’s, Langnese, Magnum, Coral, Viss, Domestos, Dove, Rexona, Duschdas, Signal sowie Axe. Ausgewählte Eisprodukte von Magnum, Cremissimo und Viennetta sind weiterhin erhältlich.

Die Forderungen von Unilever seien nicht zu akzeptieren, daher habe Kaufland konsequent reagieren müssen, um Schaden vom Unternehmen abzuwenden. Als Branchenprimus nutze der Konzern seine "herausragende Marktposition, um Einfluss auf den Einzelhändler zu nehmen und die eigenen Erträge noch weiter zu optimieren." Um der starken Position Unilevers gegenüberzutreten, habe Kaufland auch in Tschechien, der Slowakei, Kroatien, Polen, Rumänien und Bulgarien mehrere Marken des Konzerns aus dem Sortiment genommen. Kaufland ist international tätig und beschäftigt mit insgesamt über 1.270 Filialen rund 140.000 Mitarbeitern in sieben Ländern.

Edeka hatte sich mit dem Unilever-Rivalen Nestle einen monatelangen Kampf um die Einkaufspreise geliefert, in dessen Verlauf der Einkaufsverbund die Konzern-Produkte boykottierte. Nach mehr als acht Monaten einigten sich jedoch die Unternehmen. In der Branche wurde Edeka als Sieger gefeiert. (Reuters)

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