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Alibaba-Gründer Jack Ma (Archivbild) Foto: Reuters/Charles Platiau
© Reuters/Charles Platiau

Update Seit Monaten verschwundener Alibaba-Gründer Jack Ma taucht wieder auf – per Videobotschaft in Chinas Staatsmedien

Milliardär Jack Ma hatte Chinas Regulatoren kritisiert – und war seither nicht öffentlich zu sehen. Nun zeigt die Staatspresse eine Videobotschaft Mas.

Erstmals seit Ende Oktober ist der chinesische Milliardär Jack Ma wieder öffentlich in Erscheinung getreten – zumindest in einem Video, das chinesische Staatsmedien am Mittwoch veröffentlichten.

Zu sehen ist eine 50 Sekunden lange Videobotschaft des 56-Jährigen, mit der er sich den Berichten zufolge an 100 Lehrer im ländlichen Raum richtete. Ma kündigte in dem Video an, sich noch mehr als bislang für karitative Zwecke einsetzen zu wollen. Ma lobte die Bemühungen der kommunistischen Regierung zur Eindämmung der Armut und verspricht selbst weitere Anstrengungen, um Lehrkräften in ländlichen Gebieten zu helfen.

„Ich habe in diesen Tagen gemeinsam mit meinen Kollegen gelernt und nachgedacht. Wir sind nun noch entschlossener, uns Bildung und Wohltätigkeit zu widmen“, wurde Ma in seiner Ansprache anlässlich einer jährlichen Veranstaltung seiner Stiftung zitiert

China habe eine „neue Phase der Entwicklung erreicht“ und bewege sich auf allgemeinen Wohlstand zu. Ein Sprecher der Stiftung Jack Mas bestätigte, dass der chinesische Milliardär an der Veranstaltung teilgenommen hat.

Der Gründer des chinesischen Online-Giganten Alibaba war seit Ende Oktober nicht mehr öffentlich aufgetreten, seit er in einer Rede die chinesischen Regulatoren scharf kritisiert hatte. Im Anschluss hatte es Spekulationen über das Verschwinden von Ma gegeben.

Anfang November stoppten die Behörden den geplanten Börsengang der Alibaba-Finanztochter Ant Group mit Verweis auf neue Regeln. Es hätte der größte Börsengang aller Zeiten werden sollen. Auch an anderer Front geriet Alibaba ins Kreuzfeuer, das nun auch noch wegen unterstellter Monopolvergehen von der chinesischen Kartellbehörde untersucht wird. (dpa, AFP)

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