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Kontrolle: Bisher ging es nur um die Maskenpflicht, ab morgen wird die 3G-Regel kontrolliert. Foto: picture alliance/dpa/Hendrik Schmidt
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3G in den Zügen Wie die Bahn ab Mittwoch kontrolliert

Im Fern- und Regionalverkehr gilt ab morgen 3G. Die Bahn setzt eigenes Personal für Stichproben ein. Bei Problemen kommt die Bundespolizei.

Die Bahn wird ab diesem Mittwoch stichprobenartig kontrollieren, ob sich Fahrgäste an die 3G-Regel halten, also vollständig geimpft, genesen oder getestet sind. Die Regel gilt ab Mittwoch im Fern- und Nahverkehr und geht auf einen entsprechenden Beschluss von Bund und Ländern zurück.

Die Kontrolle wird durch Sicherheits- und Kontrollpersonal der Bahn durchgeführt, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Allein im Fernverkehr sind in den ersten Tagen nach Inkrafttreten der neuen Regeln Kontrollen auf 400 Verbindungen geplant. Dazu setzt die Bahn 4200 Mitarbeiter der DB-Sicherheit und 5000 weitere Kontrolleure in S-Bahnen, Regiozügen und Regionalbahnen ein.

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Fahrgäste ohne 3G müssen aussteigen

Wer gegen die 3G-Regel verstößt, muss an der nächsten Station aussteigen und einen Test nachholen. Wer sich weigert, kann mit einem Bußgeld bestraft werden und von der weiteren Beförderung ausgeschlossen werden. Bei Problemen wird die Bundespolizei geholt. Wer nicht vollständig geimpft oder genesen ist, braucht einen maximal 24 Stunden alten negativen Antigen-Schnelltest (kein Selbsttest) oder einen aktuellen PCR-Test. Ausgenommen von der 3G-Pflicht sind Kinder, die das sechste Lebensjahr nicht vollendet haben, sowie Schüler und Schülerinnen. Die 3G-Vorgaben gelten auch für Mitarbeiter der Bahn.

Bahn schafft mehr Sitzplätze

„Zusammen mit allen Verkehrsunternehmen des Landes werden wir unseren Beitrag zur Bekämpfung der vierten Welle leisten“, sagte Berthold Huber, Personenverkehrsvorstand der Bahn. Neben den stichprobenartigen Überprüfungen durch das Bahnpersonal hofft die Bahn auch auf die Mitwirkung der Fahrgäste. Um volle Züge und damit das Corona-Risiko zu vermeiden, baut die Bahn im Fernverkehr zudem das Zug- und Sitzplatzangebot weiter aus. Ab Mitte Dezember will das Unternehmen nach eigenen Angaben über 50.000 Sitzplätze mehr als im Vorjahr anbieten.

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