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Iserlohn (li. Brent Aubin) und Schwenningen (hier Max Görtz) stehen derzeit in der Tabelle ganz unten. Foto: Imago Images/Eibner
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Wettbewerb ist schon jetzt verzerrt Die DEL sollte erneut auf den Abstieg verzichten

Der Spielplan wird noch weiter durcheinanderkommen. Das ist nicht der richtige Rahmen, um die Abstiegsregelung wie geplant durchzuziehen. Ein Kommentar.

Wer aktuell die Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) studiert, kann schnell den Überblick verlieren, wie es um die einzelnen Teams wirklich bestellt ist. Nach den drei Partien am Mittwochabend werden die Kölner Haie 38 Partien bestritten haben, die Augsburger Panther hingegen nur 30.

Da fällt es schwer zu sagen, welche Teams in den unteren Regionen des Rankings besonders vor dem Abstieg zittern müssen. Nachdem diese Regelung in der Vorsaison wegen Corona ausgesetzt wurde, soll sie in dieser Spielzeit wieder greifen. Betroffen wären gleich zwei Teams.

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Nach den jüngsten Entwicklungen sollte sich die DEL allerdings ernsthafte Gedanken darüber machen, ein weiteres Jahr auf den Abstieg zu verzichten. Nicht mal Mannschaften mit einem vollständigen Impfschutz sind gewappnet vor einer schweren Infektionswelle. Aktuelles Beispiel sind die Iserlohn Roosters mit 25 Coronafällen im Team. Die Sauerländer hatten sich nicht nur frühzeitig um eine Drittimpfung im Team bemüht, sondern auch für die Booster-Kampagne geworben.

In den kommenden Wochen, insbesondere nach den Olympischen Spielen im Februar, wird sich die Lage weiter zuspitzen. Denn Spiele wurden bislang nicht nur wegen akuter Coronafälle verlegt, es gab auch die Bitte um Verschiebungen, weil mancherorts die Hoffnung besteht, dass in absehbarer Zeit wieder Fans zugelassen sind.

Daher wird der Spielplan nach den Olympischen Spielen noch enger sein als jetzt schon. Was wenig Regeneration und eine erhöhte Verletzungsgefahr bedeutet. Und da sich die Corona-Situation eher verschlimmern wird, scheint es gar möglich, dass der ursprünglich geplante Spielplan irgendwann nicht mehr zu halten ist. Der Wettbewerb ist also längst verzerrt und nicht der passende Rahmen, um zum ersten Mal seit 2006 wieder die Abstiegsregel durchzuziehen.

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