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"Don ist vielleicht der beste Trainer, der in der DEL in den letzten zehn Jahren gearbeitet hat"

Auch Uwe Krupp war ein Weltklasseverteidiger in der NHL. Krupp führte die Haie als Trainer in seiner zweiten Saison in Köln ins Finale, als Bundestrainer wurde er mit der Nationalmannschaft 2010 WM-Vierter. Foto: dpa
Uwe Krupp und Don Jackson im Interview von 2013 „Don ist der beste Trainer der Liga“

Sie waren beide als Spieler erfolgreiche Verteidiger in der NHL, haben zweimal den Stanley Cup, die Meisterschaft in der nordamerikanischen Profiliga, gewonnen. Wann sind Sie sich erstmals begegnet – auf oder abseits der Eisfläche? Wie würden Sie ihren Trainerkollegen als ehemaligen Spieler charakterisieren?

Krupp: Nach meinen Informationen war Don ein echter Teamspieler, der die Anerkennung seiner Mitspieler hatte und ein wichtiger Bestandteil der Stanley-Cup-Teams war. Wir kennen uns seit 2005 und durch meine Arbeit als Bundestrainer. Im Trainersommerlehrgang im letzten Jahr, an dem wir beide teilgenommen haben, hat er in den Eiseinheiten hier und da seine alten Qualitäten aufblitzen lassen. Es gibt viele Trainer, die Erfolg gehabt haben und die jeden wissen lassen, dass sie Erfolg hatten. Aber Don ist vielleicht der beste Trainer, der in der DEL in den letzten zehn Jahren gearbeitet hat, und du hörst nie ein Wort, dass er sich selbst in den Vordergrund stellt. Er lässt es nie raushängen, ist immer bescheiden und hat ein offenes Ohr, wenn man mal eine Frage hat, zum Beispiel, wenn wir zusammen beim Trainerlehrgang sitzen.

Jackson: Ich habe Uwe oft spielen sehen. Mein Gott, das Tor, mit dem er Colorado zum Stanley Cup geschossen hat, das war schon etwas. Uwe hatte einen sehr starken Schuss, war mit seiner Größe ein typischer NHL-Verteidiger. Fast hätte ich ihn in der NHL ja sogar mal trainiert, aber als er nach Quebec kam, war ich dort schon weg. Ich habe das mal nachgeschaut: Seine erste NHL-Saison als Spieler war meine letzte als Spieler. Er machte 1986/1987 ein paar Spiele für Buffalo, ich für die New York Rangers. Aber wir haben in der Saison nicht gegeneinander gespielt. Das habe ich geprüft. Persönlich bin ich ihm erst in Deutschland begegnet, als er dann Bundestrainer war.

Was würde ein Titelgewinn für Ihre weitere Arbeit in Ihrem Klub und für Ihre Karriere bedeuten?

Krupp: Man kann auch ohne einen Titelgewinn gut mit einer Mannschaft gearbeitet haben; aber nichts würde mich mehr für meine Spieler und die Eishockey-Stadt Köln freuen, als eine Meisterschaft zu gewinnen. Doch bis dahin gibt es noch viel Arbeit für die Kölner Haie.

Jackson: Viel würde das bedeuten. Vor allem für mich. Da bin ich ehrlich. Ich will immer gewinnen, mit ganzem Willen. Daraus ziehe ich meine größte Befriedigung aus dem Spiel. Siege geben mir Stolz. Es ist eine besondere Zeit für mich als Trainer der Eisbären, darüber bin ich mir klar. Mit jedem Sieg wird diese Zeit spezieller.

Die Fragen stellten Christiane Mitatselis und Claus Vetter.

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