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Im Nachschuss. Weghorst erzielt das Siegtor für Wolfsburg. Foto: Ronny Hartmann/Reuters
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Update Unglückliches Pokal-Aus in Wolfsburg Schalke 04 bleibt das Pech treu – Köln scheitert in Regensburg

Viele Chancen, aber kein Tor – Schalke ist im Pokal ausgeschieden. Dagegen stehen Leipzig und Gladbach im Viertelfinale. Köln scheitert dramatisch.

Tief enttäuscht sanken die Spieler des FC Schalke 04 nach dem Schlusspfiff zu Boden. Trotz einer seiner besten Leistungen in den vergangenen Wochen ist der Tabellenletzte der Fußball-Bundesliga durch ein 0:1 (0:1) beim VfL Wolfsburg nun auch im DFB-Pokal frühzeitig gescheitert. „Heute ärgert es mich einfach, dass wir nicht weitergekommen sind“, sagte Torhüter Ralf Fährmann nach dem Achtelfinal-Aus im TV-Sender Sky. „Wir hätten uns einfach belohnen müssen.“

Während die krisengeplagten Gäste im Angriff selbst Chancen aus vier Metern Torentfernung nicht nutzten, hatten sie hinten im entscheidenden Moment Pech. Der Elfmeter, der in der 40. Minute zum Siegtor durch Wout Weghorst führte, wurde erst nach dem Eingriff des Videoassistenten verhängt. Schiedsrichter Felix Zwayer hatte das Foul des Ex-Wolfsburgers William an Xaver Schlager zunächst übersehen.

Den Strafstoß von Weghorst hielt Torwart Ralf Fährmann sogar – der Torjäger aus den Niederlanden traf dann aber per Nachschuss.

Dabei hatte die Schalker Pechsträhne an diesem Tag schon lange vor dem Anpfiff begonnen. Dass der erst am Montag vom FC Arsenal verpflichtete Shkodran Mustafi fehlen würde, war angesichts der Quarantäne-Auflagen nach seinem Wechsel aus London klar.

Doch dann fielen auch noch der zweite prominente Wintertransfer Klaas-Jan Huntelaar wegen Wadenproblemen sowie die beiden einst für Millionenbeträge verpflichteten Suat Serdar und Benito Raman mit Erkältungen aus. 20 Spieler hätte Trainer Christian Gross für dieses Pokalspiel nominieren dürfen, 17 bekam er zusammen.

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Gemessen an dieser Personallage und vor allem an den seit Monaten frustrierenden Auftritten in der Bundesliga boten die Schalker sogar eine gute Leistung. Vor allem die linke Seite mit Sead Kolasinac und Amine Harit bereitete den zuletzt so starken Wolfsburgern Probleme.

„Ich weiß gar nicht, warum wir so spielen. Das haben wir auch gar nicht nötig, so nervös“, sagte Mittelfeldspieler Maximilian Arnold nach dem Abpfiff. Torwart Koen Casteels – mit zwei Glanzparaden der Matchwinner – stellte fest: „Ein paar Prozente, die wir in den letzten Spielen mehr hatten, haben wir heute nicht wirklich gehabt.“

Leipzig siegt klar, Gladbach nur knapp

Auch RB Leipzig steht im Viertelfinale. Die Sachsen setzten sich gegen den eine Klasse tiefer spielenden VfL Bochum souverän mit 4:0 (2:0) durch. Amadou Haidara (11. Minute) stellte die Weichen früh auf Sieg. Der malische Nationalspieler war nach feinem Pass von Kapitän Marcel Sabitzer per Kopf zur Stelle. Der österreichische Nationalspieler (45.+1) erhöhte wiederum kurz vor der Pause per Foulelfmeter. Yussuf Poulsen (66./75.) sorgte mit zwei Treffern nach dem Wechsel für die Entscheidung.

„Das Ergebnis ist einen Tick zu hoch. Bochum hat es in der ersten Halbzeit gut gemacht. In der zweiten Halbzeit waren wir deutlich stärker und haben keine Situation zugelassen“, sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann bei Sky. „Am Ende geht es um das Gewinnen, das haben wir gemacht“, ergänzte der 33-Jährige.

Am späten Abend erreichte Borussia Mönchengladbach ebenfalls die Runde der letzten acht Teams. Nach frühen Rückstand beim VfB Stuttgart drehte die Gäste die Partie und siegten noch 2:1 (1:1). Silas Wamangituka traf bereits in der 2. Minute für die Schwaben; Marcus Thuram (45.+1) und Alassane Pléa (50.) stellten die Weichen noch auf Sieg für die Gäste, die Mitte Januar in der Bundesliga in letzter Minute den 2:2-Ausgleich beim VfB kassiert hatten.

„Es ist wirklich schwer hier zu bestehen, vor allem wenn du so früh in Rückstand gerätst“, meinte Rose in der ARD. „Am Anfang vom Spiel sollte mach direkt da sein. Das habe wir heute nicht ganz so gut hinbekommen. Wir haben es ja noch korrigiert.“ Bei seinem Kapitän Lars Stindl herrschte vor allem Erleichterung. „Das war ein richtiger Pokal-Fight. Das ist ein gutes Gefühl, hier zu gewinnen“, sagte er.

Regensburg siegt wieder im Elfmeterschießen

Noch länger dauerte es, bis der letzte Viertelfinalist im diesjährigen Wettbewerb ermittelt war. Im Duell zwischen Jahn Regensburg und dem 1. FC Köln setzte sich der Zweitligist mit 4:3 im Elfmeterschießen durch. Die Kölner hatten durch Ismail Jakobs (4. Minute) und Emmanuel Dennis (22.) schnell 2:0 geführt, doch Scott Kennedy (35.) und Jann George (44.) glichen für den Jahn aus.

In der zweiten Halbzeit scheiterte Dennis mit einem Handelfmeter an Regensburgs Torwart Alexander Meyer, der im Elfmeterschießen dann zwei weitere Strafstöße parierte. Durch den dritten Sieg nach Elfmeterschießen im dritten Spiel steht Regensburg erstmals im Viertelfinale. (dpa)

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