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Christopher Trimmel und seine Kollegen gehen schon zum dritten Mal in dieser Saison als leichter Favorit ins Duell mit Hertha. Foto: IMAGO/Matthias Koch
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Schweres drittes Derby Der 1. FC Union will Hertha vor dem Derby nicht unterschätzen

Unions Kapitän Christopher Trimmel warnt davor, die Herthaner vor dem Derby zu unterschätzen. Denn Herthas Mentalität habe sich verändert.

Vor einem Jahr war die Ausgangslage vor dem Derby für den 1. FC Union ganz ähnlich. Der Klassenerhalt war so gut wie eingetütet, die Köpenicker standen auf dem siebten Platz der Bundesliga-Tabelle, und hatten noch eine Außenseiterchance in der Qualifikation zu einem internationalen Wettbewerb.

Dass sie zwölf Monate später wieder gleich gut dastehen, „das hätte uns vor der Saison wohl keiner zugetraut“, sagt Unions Kapitän Christopher Trimmel am Montag. Doch es ist tatsächlich so: Anders als ihre Charlottenburger Rivalen haben die Köpenicker im Saisonendspurt nichts zu verlieren und gehen schon zum dritten Mal in dieser Saison als leichter Favorit ins Duell mit Hertha.

Zweimal konnte Union die Hertha in dieser Saison schon schlagen, doch wie Trimmel am Montag warnte, muss das am kommenden Samstag nichts heißen. Im Vergleich zum Pokalsieg im Januar werde eine ganz andere Hertha auf dem Feld stehen. Denn im dritten Derby steht auch schon der dritte Hertha-Trainer auf der Seitenlinie. „Wir haben sie noch nicht analysiert, aber ihre Spielweise wird sich verändert haben. Man hat gesehen, dass die Mentalität zuletzt eine andere war“, sagt Trimmel. Felix Magath sei zwar ein Trainer der „alten Schule“, aber: „Ich empfinde das nicht als schlimm, sondern es hat auch viele Vorteile.“

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Das gilt gerade im Abstiegskampf, in dem sich Hertha aktuell befindet und für den Magath ein Spezialist sein soll. Während es für Hertha ums Überleben geht, spüre Union aber nur „positiven Druck“. Denn nachdem man am vergangenen Freitag gegen Köln die 40-Punkte-Marke geknackt hat, darf man sich so langsam wieder von Größerem träumen. „Wir werden uns in dieser Woche noch zusammensetzen und ein neues Ziel definieren“, sagt Trimmel. Noch gilt Europa nicht als offizielles Ziel, aber mittlerweile darf man zumindest damit kokettieren in Köpenick. „Es ist noch viel möglich. Es geht für uns auch um sehr viel“, sagt der Kapitän.

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