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Ab durch die Mitte: Albas Oscar da Silva rangelt mit den Bambergern Chris Dowe und Christian Sengfelder. Foto: IMAGO/Andreas Gora
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Nur einen Sieg vom Halbfinale entfernt Alba Berlin gewinnt das zweite Play-off-Spiel gegen Bamberg und trotzt der Härte

Die Berliner wehren sich erfolgreich gegen die physische Gangart der Bamberger und setzen sich mit 97:85 durch.

Am Sonntag haben auch für die Basketballer von Alba Berlin die Play-offs richtig begonnen. Ihr erstes Viertelfinalspiel (114:89) am Freitag gegen Brose Bamberg war ein einziges Offensivfeuerwerk gewesen, dabei dominiert in den Play-offs im Basketball normalerweise die Defensive. Und so kam es dann am Sonntag, als der Tabellenachte aus Bamberg versuchte, die Berliner mit Härte aus dem Konzept zu bringen.

„Es ist bis zum Ende physisch geblieben und wir haben Gott sei Dank dagegengehalten“, sagte Alba-Profi Oscar Da Silva (14 Punkte) nach dem 97:85 (47:34) in der Max-Schmeling-Halle. Maodo Lo war mit 16 Punkten bester Werfer bei den Berlinern.Die Mannschaft von Alba-Trainer Israel Gonzalez führt nun in der Viertelfinalserie mit 2:0 und kann schon im dritten Spiel am Donnerstag in Bamberg mit einem weiteren Sieg ins Halbfinale einziehen.

Alba Berlin musste auf Centerspieler Ben Lammers (muskuläre Probleme) und Luke Sikma (Krankheit) verzichten. „Wir haben ihr Fehlen auf alle Schultern verteilt“, sagte Oscar da Silva. Vor allem Johannes Thiemann ragte mit 13 Rebounds und 13 Punkten dabei heraus.

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Elf Fouls der Bamberger in den ersten zehn Spielminuten zeugten davon, dass das Team von Trainer Oren Amiel mit einer neuen Intensität zu Werke ging. Insgesamt vier Unsportliche Fouls pfiffen die Schiedsrichter in der ersten Halbzeit auf beiden Seiten. Dabei musste sich Bambergs Akil Mitchell nach dem zweiten Unsportlichen sogar ganz aus dem Spiel verabschieden.

Zwölfter Sieg in Serie

Alba ließ sich von der neuen Härte kurzzeitig beeindrucken und geriet nach zehn Punkten in Folge des Bamberger Aufbauspielers Chris Dowe (20 Punkte) im ersten Viertel erstmals mit 9:10 in Rückstand. Dann wehrten sich die Berliner. Nach dem ersten Viertel (18:11), das von harter Defensive auf beiden Seite geprägt war, setzte sich Albas größere basketballerische Qualität und Erfahrung durch. „Bamberg hat es versucht, aber hat es nicht geschafft, uns aus der Ruhe zu bringen“ sagte Louis Olinde.

Danach bekammen sie das Spiel besser in den Griff und zeigten auch Nervensstärke. Zum Beispiel Jonas Mattisseck, der erst einen Dreipunktewurf eher peinlich ohne Ringberührung daneben warf – um dann gleich im nächsten Angriff den Dreier erfolgreich zu versenken.

Im dritten Viertel sah es nach einem Dreipunktewurf von Tamir Blatt zum 60:38 so aus, als würde das Spiel ähnlich einseitig enden wie Spiel eins. Doch Bamberg hielt diesmal stärker dagegen. Und konnte zu Beginn des vierten Viertels wieder bis auf acht Punkte herankommen. Es entwickelte sich ein umkämpftes Schlussviertel, in dem Alba aber seinen Vorsprung halten konnte. Maodo Los Dreier zum 93:81 in der vorletzten Spielminute besiegelte den Berliner Erfolg.

Power Forward Oscar da Silva erwartet am Donnerstag in Bamberg ein ähnliches Spiel. „Es sind die Play-offs, es wird weiter so bleiben, dass die Teams physisch spielen“, sagte der Berliner. Alba hat nun ligaübergreifend zum zwölften Mal in Folge gewonnen und im Vorfeld sieht es nicht danach aus, als könnte diese Siegesserie am Donnerstag in Bamberg reißen.

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