Berlins Paul Drux. Foto: Uwe Anspach/dpa
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Handball Füchse Berlin: Vom Jäger zum Gejagten

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Die Füchse Berlin haben in den letzten Jahren aufgerüstet. Nun ist vieles möglich, vielleicht sogar die Meisterschaft. Ein Kommentar.

Vor ein paar Jahren kamen die Marketingstrategen der Füchse Berlin mit einem pfiffigen Slogan um die Ecke: „Wir sind die Jäger“ – das passte zum Namen des Klubs, seinen Ambitionen und zum Maskottchen ohnehin. Und es war irgendwie typisch Berlin, obwohl die Füchse seinerzeit keine wirklich große Nummer in der Stadt waren.

Vor dem Start der Handball-Saison 2018/19 müsste man das Motto nun eigentlich modifizieren: „Wir sind die Gejagten.“ 2017/18 waren nur zwei Bundesligisten besser als die Füchse. Und die Verpflichtungen der Sommerpause geben berechtigten Grund zur Hoffnung, dass es wieder so sein, ja, vielleicht auch auf Dauer so bleiben wird.

In der Vorbereitung fiel vor allem eines auf, wenn man sich mit Spielern, dem Trainer oder anderen Verantwortlichen unterhielt: Die Zeit der Zurückhaltung ist bei den Berlinern vorbei. Irgendwann wollen sie als ernsthafter Kandidat ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden, das haben alle Beteiligten offen kommuniziert.

Im Sinne dieses Ziels schlagen die Berliner einen für sie ungewöhnlichen Weg ein. „Wir haben das finanzielle Risiko erhöht“, sagt Manager Bob Hanning. Heißt im Klartext: 500 000 Euro des Etats sind aktuell noch nicht gedeckt. Der insgesamt 16 Spieler umfassende Kader, mit dem die Berliner gut und gern in der Champions League hätten spielen können, muss schließlich irgendwie bezahlt werden. Allerdings verweist Hanning auf Rücklagen aus den Vorjahren, auf die der Verein gegebenenfalls zurückgreifen könne.

Im Grunde könnten sich die Füchse dieses Problems am schnellsten auf sportlichem Wege entledigen: Im Oktober nehmen sie zum vierten Mal an der Klub-WM in Doha teil. Dort wartet auf den Gewinner eine Prämie in Höhe von rund 350 000 Euro. Und als zweifacher Sieger des Turniers sind die Berliner dort garantiert kein Außenseiter.

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