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IBF-Ranglistenkampf um WM-Ausscheid, Superweltergewicht: Abass Baraou (links) gegen Jack Culcay (rechts).

© Andreas Gora/dpa

Kampf des Jahres: Ex-Weltmeister Culcay schlägt Ring-Hoffnung Baraou

Das Duell zweier deutscher Spitzenboxer war als Kampf des Jahres eingestuft worden. Am Ende konnte Jack Culcay sich das Recht auf einen WM-Ausscheid erkämpfen.

Profiboxer Jack Culcay hat sich das Recht auf einen WM-Ausscheid im Superweltergewicht erkämpft. Der 34 Jahre alte Berliner gewann am späten Freitagabend in den Havelstudios der Hauptstadt den mit Spannung erwarteten Kampf gegen den 25 Jahre alten Abass Barou aus Berlin knapp nach Punkten. Ein Puntrichter entschied sich für Baraou (116:113), die anderen Unparteiischen waren für Culcay (115:114, 115:113).

Das Duell zweier deutscher Spitzenboxer war zuvor als Kampf des Jahres eingestuft worden - und hielt, was er versprach. Ein Titel stand nicht zur Disposition, wohl aber die Aussicht auf einen WM-Kampf des renommierten Verbandes IBF. Der ehemalige WBA-Weltmeister Culcay aus dem veranstaltenden Agon-Stall hatte zu Beginn leichte Vorteile, ab Runde vier drehte Baraou auf.

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Culcay war gegen seinen Rivalen zumeist im Rückwärtsgang und verlegte sich aufs Kontern. Baraou, der in London bei Weltmeistertrainer Adam Booth übt, setzte seinen erfahrenen Gegner zunehmend unter Druck und agierte mit größerer Schlaghärte. Er hatte zudem leichte Reichweitenvorteile.

Großer Hoffnungsträger im deutschen Boxen

Zum Ende des Kampfes kam Culcay jedoch erneut auf und schaffte den knappen Erfolg. Bis zur letzten Sekunde lieferten sich beide einen mitreißenden Kampf. Der für das Unternehmen der Brüder Sauerland kämpfende Baraou gilt trotz der Niederlage als großer Hoffnungsträger im deutschen Boxen. Als Amateur war er Europameister und WM-Dritter, als Profi hat er im zehnten Kampf die erste Niederlage hinnehmen müssen.

Neuer Interkontinental-Meister der IBF im Mittelgewicht ist Vincent Feigenbutz. Der 24 Jahre alte Karlsruher gewann gegen den Kölner Jama Saidi einstimmig nach Punkten (116:112, 118:111, 116:112). "Das bedeutet mir viel, weil ich die Gewichtsklasse gewechselt habe", sagte der frühere Supermittelgewichtler. (dpa)

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