Tumult vor dem Tor. Aber rein wollte er nicht in den Augsburger Kasten. Foto: imago/kolbert-press
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Eisbären nach der Niederlage in Augsburg Einfach "nicht bereit"

Die Eisbären treten auf der Stelle, wollen sich aber durch das 0:3 in Augsburg nicht irritieren lassen.

Trainer Clément Jodoin hatte schon vor dem Spiel der Eisbären Berlin am Sonntag gewusst, wie schwer es im Curt-Frenzel-Stadion werden kann. Schließlich ist die Heimstätte der Augsburger Panther in der Deutschen Eishockey-Liga für ihre hitzige Atmosphäre bekannt. Der Kanadier hatte daher besondere Konzentration angemahnt. Doch damit war es nicht weit her: Schon beim ersten Angriff unterlief Verteidiger Danny Richmond ein fataler Puckverlust im Augsburger Drittel, die Gastgeber konterten, und nach 18 Sekunden lagen die Eisbären in Rückstand.
Der frühe Schock sollte für den Tabellensechsten nicht zum Weckruf werden, sondern den Auftakt einer erstaunlich schwachen Vorstellung bilden. „Wir haben das erste Drittel noch ganz vernünftig zu Ende gespielt, aber dann sind wir auseinandergefallen“, sagte Angreifer Martin Buchwieser. So kassierten die Berliner im Mittelabschnitt zwei weitere Tore, im Schlussdrittel gab es statt einer Aufholjagd nur Frust, der sich in einigen Faustkämpfen entlud. Am Ende stand es 0:3. „Wenn die Gedanken nicht richtig beim Spiel sind, hat das Folgen“, konstatierte Jodoin sichtlich ernüchtert.

Alle Augsburger Treffer hätten seine Spieler durch „falsche Entscheidungen“ eingeleitet – und „wenn man drei dumme Tore kassiert, ist es eben schwer ins Spiel zurückzukommen“. Doch die Gegentreffer waren nur besonders augenfällige Symptome dafür, dass die Eisbären diesmal ein grundsätzlicheres Problem hatten: „Wir waren einfach nicht bereit, die Zweikämpfe anzunehmen“, sagte Buchwieser. „Immer einen Schritt schneller“ und „aggressiver“ seien die Gegenspieler gewesen.
Das erste Wochenende nach der Pause brachte also nach dem 5:3 gegen Krefeld am Freitag keinen Schritt nach vorn für die Eisbären. Sie liegen weiter auf Rang sechs und haben nach 19 Spieltagen schon 16 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Mannheim. Und die kommenden Aufgaben sind nicht einfach für die Eisbären. Am Donnerstag geht es gegen Düsseldorf und am Sonntag nach Ingolstadt – beide Gegner liegen in der Tabelle vor den Berlinern.

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