Jubel, Trubel, Heiterkeit. Die Eisbären feiern ihren Sieg gegen Mannheim. Foto: dpa
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DEL: 4:1-Erfolg gegen Mannheim Die Eisbären siegen mit Glück und starkem Torhüter

4:1 gegen die Adler Mannheim - das hört sich deutlich an. Doch so stark waren die Eisbären gar nicht. Ausgenommen ihr Torhüter Kevin Poulin.

Trainer Clément Jodoin war am Sonntagabend bewusst, dass die Eisbären Berlin gegen die Adler Mannheim gerade einiges Glück gehabt hatten: „Manchmal gewinnt man Spiele, die man eigentlich nicht gewinnen sollte“, sagte der Kanadier. Dem Ergebnis war das nicht anzusehen: Klar mit 4:1 (0:0, 2:0, 2:1) hatten die Berliner gegen die ambitionierten Kurpfälzer vor 12.391 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof gewonnen. Doch darauf hatte lange kaum etwas hingedeutet: In den ersten dreißig Minuten dominierten die Gäste das Spiel und kamen zu zahlreichen Chancen. Die Eisbären, die im Angriff wenig zustande brachten, hatten es vor allem ihrem erneut herausragenden Torhüter Kevin Poulin zu verdanken, dass sie nicht in Rückstand gerieten.

Doch nach einer halben Stunde nahm das Spiel eine unerwartete Wende: Für seinen ebenso unnötigen wie überharten Check gegen Daniel Fischbuch erhielt Mannheims Angreifer Brent Raedeke eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Das folgende fünfminütige Powerplay nutzten die Berliner weidlich aus: James Sheppard und Micki DuPont trafen innerhalb von zwei Minuten für die bis dahin weitgehend harmlosen Eisbären.

Schon gegen Schwenningen hatten die Berliner Glück

„Die beiden Tore haben dem Spiel eine neue Richtung gegeben“, sagte Jodoin. Von der waren die Berliner auch nicht mehr abzubringen, als Poulin sich zu Beginn des Schlussdrittels nach einem Schuss von Mannheims Angreifer Matthias Plachta doch geschlagen geben musste: Es dauerte nicht lange, bis Jamie MacQueen einen Alleingang mit seinem siebten Saisontor abschloss. Keine Minute später sorgte Brendan Ranford dafür, dass die Eisbären am Ende noch einen erstaunlich klaren Sieg feiern konnten.

So entschieden die Berliner auch ihr zweites Spiel in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) an diesem Wochenende mit einigem Glück für sich. Wie schon nach dem 1:0 nach Penaltyschießen in Schwenningen wusste Clément Jodoin, wer den größten Anteil am glücklichen Erfolg hatte: „Poulin hat heute den Unterschied gemacht. Er hat vor allem in den ersten beiden Dritteln herausragend gespielt“, sagte der Trainer der Eisbären. Der 28 Jahre alte Kanadier, der erst am Freitag sein Comeback nach einer Augeninfektion gegeben hatte, nahm das Lob gelassen: "Es ist einfach mein Job, der Mannschaft die Chance auf den Sieg zu geben“, sagte er.

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