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Einige Schlüsselspieler bekommen nun auch Angebote aus dem Ausland. Foto: Imago Images
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„Das ist das Non-Plus-Ultra" Die Füchse empfangen daheim den Rivalen Magdeburg

Die Füchse stehen beim Heimspiel gegen SC Magdeburg vor ihrer größten Herausforderung. Die Erfolge der Berliner fallen inzwischen auch anderen Klubs auf.

Dass das Spiel gegen SC Magdeburg für die Füchse ein besonderes ist, steht außer Frage. Dass das für Vorstand Sport Stefan Kretzschmar persönlich ebenfalls der Fall ist, dürfte ebenso hinreichend bekannt sein. Schließlich lief der ehemalige Linksaußen über eine Dekade im Trikot der Magdeburger auf. Nach drei Niederlagen gegen den Rivalen in der vergangenen Saison nimmt die Brisanz der Partie am heutigen Abend (18.05 Uhr/live bei Sky, ARD) nur zu.

Sportlich könnte die Herausforderung für den Tabellenzweiten aus Berlin kaum größer sein. „Ich finde, dass Magdeburg momentan die beste deutsche Mannschaft ist. Sie spielen das genial, haben ein super Timing und dazu noch einen Omar Ingi Magnusson, der für mich der beste Spieler der Liga ist“, sagt Kretzschmar begeistert. Dabei beeindrucken den 48-Jährigen nicht nur das Entscheidungsverhalten und das Spielverständnis der Magdeburger Mannschaft, sondern gleichermaßen die großen Wechselmöglichkeiten. „Das ist das Non-Plus-Ultra.“

Mit vier hochkarätigen Verpflichtungen während der Pandemie, hat der Tabellenführer aus Sachsen-Anhalt außerdem ein Zeichen setzen können – aber dahinter müssen sich die Berliner kaum verstecken. Schließlich gelang es Kretzschmar in dieser Saison nicht nur die spanische Handball-Legende Viran Morros für die Füchse zu gewinnen, in der nächsten Spielzeit wird die Mannschaft außerdem durch das dänische Ausnahmetalent Mathias Gidsel und den schwedischen Weltklasse-Kreisläufer Max Darj verstärkt.

Den Anfragen zuvor kommen

„In ihrer Struktur steht die Mannschaft für die nächsten Jahre“, sagt Kretzschmar und arbeitet derzeit daran, mit Schlüsselspielern wie Mijajlo Marsenic, Lasse Andersson und Dejan Milosavljev die Verträge vorzeitig zu verlängern. Denn natürlich fielen die Erfolge der Füchse-Spieler auch anderen Klubs auf.

Milosavljev beispielsweise soll eine Anfrage vom ungarischen Champions-League-Verein Pick Szeged erhalten haben. „Je erfolgreicher du bist, umso mehr Begehrlichkeiten entstehen natürlich“, sagt Kretzschmar, „wenn das nicht so wäre, würden wir ja auch eine Menge falsch machen.“

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Viel falsch gemacht haben die Füchse in letzter Zeit allerdings nicht. Der neue Startrekord und die 23 saisonübergreifenden ungeschlagenen Spiele in Folge kamen schließlich nicht von ungefähr, wenngleich die 23:28-Niederlage in Flensburg am Mittwoch ein herber Schlag für das zuletzt so gewachsene Berliner Selbstvertrauen war. Vor allem, weil sich die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert – anders noch als in den vergangenen Wochen – mit einer unterdurchschnittlichen Angriffseffektivität und wenig Zugriff in der Defensive präsentierte.

Trainer Jaron Siewert hat in dieser Saison vieles richtig gemacht. Foto: Imago Images Vergrößern
Trainer Jaron Siewert hat in dieser Saison vieles richtig gemacht. © Imago Images

Außerdem blieben die von den Torhütern erhofften Impulse aus und offenbarten somit die Position, auf der zukünftig für den Sportlichen Leiter am ehesten Handlungsbedarf besteht. „Da wünsche ich mir etwas mehr Wettbewerb“, sagt Kretzschmar. Mit Dejan Milosavljev verfüge man zwar über einen der besten fünf Torhüter der Handball-Welt, Fredrik Genz hingegen, dessen Vertrag in diesem Jahr ausläuft, könnte Milosavljev als Nummer zwei noch stärker unter Druck setzen. Insofern ist noch unklar, wie die Entscheidung bezüglich dieser Personalie ausfällt.

Sicher ist jedoch, dass beide beim heutigen Spiel gegen den SC Magdeburg – wie der Rest der Mannschaft – an ihr Optimum gehen müssen. Sonst wird es nichts mit den angestrebten zwei Punkten gegen den Rivalen aus dem Osten.

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