Früher Jubel. Andre Silva brachte Eintracht Frankfurt mit seinem Elfmetertor auf die Siegerstraße. Foto: Uwe Anspach/dpa
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Update Achtelfinale im DFB-Pokal Borussia Dortmund und RB Leipzig scheiden aus

Eintracht Frankfurt und Werder Bremen sorgen für Überraschungen im Pokal. Drittligist Kaiserslautern unterliegt Düsseldorf.

Mit Mut und viel Kämpferherz hat Werder Bremen die Tormaschinerie von Borussia Dortmund ausgebremst und den Favoriten aus des DFB-Pokals geworfen. Das Team von Trainer Florian Kohfeldt besiegte den BVB am Dienstagabend in einem packenden Spiel verdient mit 3:2 (2:0) und zog ins Viertelfinale ein.

Auch der Vorjahresfinalist wird dann nicht mehr dabei sein: RB Leipzig verlor sein Achtelfinale bei Eintracht Frankfurt mit 1:3 (0:1). Fortuna Düsseldorf steht hingegen nach einem 5:2 (1:2)-Erfolg beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern im Viertelfinale.

Haaland trifft wieder für Borussia Dortmund

„Wir haben in der ersten Halbzeit 0,0 Tiefe gehabt, und haben es Werder leicht gemacht“, war BVB-Verteidiger Mats Hummels enttäuscht. „Wir haben zu viel falsche Sachen gemacht.“ Rückkehrer Davie Selke, Leonardo Bittencourt und Milot Rashica erzielten vor 41 616 Zuschauern im Weserstadion die Tore für Werder. Torjäger Erling Haaland und der 17-jährige Giovanni Reyna schafften zwei Mal nur den Anschluss für Dortmund.

BVB-Trainer Lucien Favre hatte auf Shootingstar Haaland verzichtet, das machte sich offensiv bemerkbar. Mit zunehmender Zeit wurde Werder so immer mutiger, Dortmund agierte oft zu nachlässig. Nach einem Ballverlust von Achraf Hakimi staubte Selke zu seinem ersten Treffer für die Norddeutschen nach seiner Rückkehr ab.

Das Tor beflügelte Werder weiter. Bittencourts Traumtor nach einem Eckball sorgte sogar für das 2:0. Nach dem Wechsel reagierte Favre und brachte Haaland. Die Dortmunder drängten sofort Werder in deren Hälfte. Nach Vorarbeit von Julian Brandt war Haaland dann zur Stelle.

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Werder ließ sich aber nicht schocken. Rashica vollendete den ersten Konter der Bremer nach der Pause und stellte den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Reyna schaffte mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze in den Winkel zwar erneut den Anschluss, doch Werders Keeper Jiri Pavlenka hielt den Sieg fest.

Eintracht Frankfurt ist effektiver

Ebenso enttäuscht wie die Dortmunder waren die Profis von RB Leipzig. „Die einfachen Fehler wurden ausgenutzt“, sagte Yussuf Poulsen. Vor 47 400 Zuschauern schossen André Silva per Handelfmeter und Filip Kostic die Tore für effektive Hessen. „Das war ein Fight“, sagte Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic.

Auf dem Hosenboden: Zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen geht es zur Sache. Foto: David Hecker/dpa Vergrößern
Auf dem Hosenboden: Zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen geht es zur Sache. © David Hecker/dpa

Amadou Haidara und Patrik Schick scheiterten zunächst knapp für Leipzig. Dann schlug jedoch Frankfurt zu, als Silva einen Handelfmeter verwandelte. Die Eintracht beschränkte sich danach zunehmend auf Konter, die aber enorm effektiv gespielt wurden. Vor ihrem zweiten Tor nutzten die Hessen einen fatalen Fehlpass von Dayot Upamecano, Kostic behielt vor dem Tor die Nerven.

Julian Nagelsmann wechselte Nationalstürmer Timo Werner erst spät ein, und die nun mit drei Angreifern agierenden Leipziger drückten auf den Anschluss, den Olmo aus gut 13 Metern erzielte. Doch Sekunden vor Schluss machte Kostic alles klar.

Auch Fortuna Düsseldorf schaffte durch den 5:2 (1:2)-Erfolg in Kaiserslautern erstmals seit 24 Jahren den Sprung ins Viertelfinale. „Der Sieg hilft uns, unsere Moral weiter auszubauen“, sagte der neue Trainer Uwe Rösler. Opoku Ampomah, zweimal Rouwen Hennings, Matthias Zimmermann und Kevin Stöger trafen vor 35 314 Zuschauern für Düsseldorf. Christian Kühlwetter hatte Kaiserslautern mit einem Doppelpack in der ersten Halbzeit zwischenzeitlich von einer Überraschung träumen lassen. (dpa)

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