Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan spricht in der Lanxes-Arena. (Archivbild) Foto: Foto: Oliver Berg/dpa
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Wegen Terrorpropaganda in der Türkei verurteilt Hamburger Taxifahrer Ilhami A. muss mehr als drei Jahre in Haft

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Der deutsche Staatsbürger Ilhami A. ist in der Türkei zu drei Jahren und eineinhalb Monaten Haft verurteilt worden. Er soll Propaganda für eine Terrororganisation verbreitet haben.

In der Türkei ist der deutsche Staatsbürger Ilhami A. wegen Terrorpropaganda zu drei Jahren und eineinhalb Monaten Haft verurteilt worden. Das bestätigte sein Anwalt Ercan Yildirim am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte dies der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" am Freitag berichtet. Der Hamburger Taxifahrer Ilhami A. soll über die sozialen Medien Propaganda für eine Terrororganisation verbreitet haben.

Laut dem Medienbericht wurde die Strafe zunächst ausgesetzt, doch darf der 46-Jährige die Türkei nicht verlassen. Yildirim kündigte an, in Berufung zu gehen.

Der Rechercheverbund aus NDR, WDR und "SZ" hatte Mitte August berichtet, dass Ilhami A. bei einem Besuch bei seiner Mutter in seinem Heimatdorf Saribasak festgenommen worden sei, nachdem er sich auf Facebook kritisch zur türkischen Regierung geäußert hatte.

Das Auswärtige Amt hatte kürzlich mitgeteilt, dass noch sechs Deutsche aus politischen Gründen in der Türkei in Haft seien. Demnach wurde kürzlich ein Deutscher freigelassen, doch darf er nicht ausreisen.

Die Verurteilung von Ilhami A. erfolgte ungewöhnlich schnell, da Verdächtige in der Türkei oft monatelang in Untersuchungshaft sitzen, bevor Anklage erhoben wird. Die Inhaftierung der Deutschen belastet seit Jahren das deutsch-türkische Verhältnis. (dpa, AFP)

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