Ein Wahlplakat mit der FDP-Spitzenkandidatin Anna von Treuenfels in Hamburg. Foto: Patrik Stollarz/AFP
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Umfrage sieht 4,5 Prozent für Liberale FDP droht aus Bürgerschaft in Hamburg zu fliegen

In gut einer Woche wird in Hamburg gewählt. Die SPD liegt dem Politbarometer extra zufolge klar vor den Grünen. Für die FDP deutet sich eine Zitterpartie an.

Bei der Hamburger Bürgerschaftswahl würde die FDP einer aktuellen Umfrage zufolge nicht den Wiedereinzug in das Landesparlament schaffen. Ein am Freitag veröffentlichtes Politbarometer extra sieht die Freidemokraten in der Hansestadt bei der Sonntagsfrage nur noch bei 4,5 Prozent. Die SPD käme auf 37 Prozent, die Grünen auf 25 Prozent. Die CDU würde 13 Prozent erreichen, die Linken 8 Prozent, die AfD 7 Prozent. In Hamburg wird am 23. Februar eine neue Bürgerschaft gewählt.

76 Prozent begründen ihre Parteipräferenz mit der Politik in Hamburg

Damit hätte der amtierende Senat aus SPD und Grünen weiterhin eine Mehrheit. Eine Fortsetzung dieser Koalition fänden 57 Prozent gut, 22 Prozent schlecht und 19 Prozent wäre das egal.

Bei der Frage, wen man lieber als Regierungschef oder Regierungschefin in Hamburg hätte, verfügt der Amtsinhaber Peter Tschentscher (SPD) im Politbarometer mit 54 Prozent über einen klaren Vorsprung vor seiner Herausforderin Katharina Fegebank (Grüne), die 29 Prozent vorziehen (weiß nicht: elf Prozent; weder noch: sechs Prozent).

76 Prozent der potenziellen Wähler begründen ihre Parteipräferenz mit der Politik in Hamburg. Bundespolitische Motive spielen nur für 19 Prozent die entscheidende Rolle. Die Umfrage wurde von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 11. bis 13. Februar in Hamburg 2020 gemacht.

Bei der letzten Bürgerschaftswahl 2015 kam die SPD auf 45,6 Prozent der Landesstimmen, die CDU auf 15,9 Prozent, die Grünen auf 12,3 Prozent, die Linke auf 8,5 Prozent, die FDP auf 7,4 Prozent, die AfD auf 6,1 Prozent und die anderen Parteien zusammen auf 4,2 Prozent.

Bei den aktuell wichtigsten Problemen in Hamburg liegt das Thema „Verkehr“ mit 59 Prozent deutlich vor dem zweitwichtigsten Thema „Mieten und Wohnungsmarkt“ (37 Prozent). Danach folgen „Umwelt und Klima“ mit 19 Prozent, „Bildung und Schule“ mit elf Prozent und „Soziales Gefälle“ mit vier Prozent – hier konnten nur bis zu zwei Themen genannt werden.

Eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage von Infratest dimap für die ARD-„Tagesthemen“ hatte die FDP bei 5 Prozent gesehen. Die Sozialdemokraten kämen auf 38 Prozent. Die Grünen wären mit 23 Prozent immer noch zweitstärkste Kraft in Hamburg. Die CDU würde auf 14 Prozent der Stimmen kommen. Die Linke würde 8 Prozent schaffen, die AfD 6 Prozent. (Tsp)

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