Donald Trump beim Coronavirus-Briefing im Weißen Haus. Foto: REUTERS
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Trumps Irrungen in der Corona-Krise „Das Virus wird keine Chance gegen uns haben“

Der US-Präsident hat seinen Kurs in der Corona-Pandemie geändert und plädiert für Masken. Das hörte sich schon mal anders an. Ein Rückblick in Zitaten.

Eine erstaunliche Entwicklung: US-Präsident Donald Trump empfiehlt den Amerikanern nun doch das Tragen von Masken, um sich gegen das Coronavirus zu schützen.

Er räumte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus ein, dass sich die Lage wohl erst noch verschlechtern werde, „bevor es besser wird". 

Momentan wurden in den USA rund 3,9 Millionen Menschen positiv auf das Virus getestet. Über 140.000 Menschen sind im Zuge der Erkrankung verstorben.

Zuvor wetterte Trump heftig gegen Schutzmasken und lehnte eine bundesweite Maskenpflicht strikt ab. Auch äußerte er regelmäßig den Wunsch, das öffentliche Leben wieder hochzufahren. In den vergangenen Monaten fiel der US-Präsident damit auf, wie er die Risiken der Pandemie herunterspielte – um nur wenige Tage später zu betonen, wie schlimm die Lage sei.

Doch eigentlich sprechen die Infektionszahlen für sich.

Trumps Irrglauben über das Coronavirus

2. Februar 2020 - acht Fälle; 0 Tote: „Wir haben das, was aus China kommt, so ziemlich ausgeschaltet.“

26. Februar 2020 – 15 Fälle; 0 Tote: „Wenn man 15 Fälle hat – 15 Fälle, da sind wir in wenigen Tagen runter auf fast null. Da haben wir ziemlich gute Arbeit geleistet.“

11. März 2020 – 1100 Fälle; 0 Tote: „Das Virus wird keine Chance gegen uns haben.

24. März – 52.700 Fälle; 913 Tote: „Ich würde das Land gerne zu Ostern wieder öffnen. Wäre es nicht schön, wenn die Kirchen rappelvoll wären?“

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8. April – 423.100 Fälle; 18.100 Tote: „Ich würde am liebsten mit einem großen Knall eröffnen, ein schönes Land, und einfach öffnen.“

8. Mai – 1,3 Millionen Fälle; 71.300 Tote: „Ich halte von Impfstoffen dasselbe, was ich von Tests halte. Das wird auch ohne Impfstoff weggehen. Es wird weggehen, wir werden es nach einer gewissen Zeit hoffentlich nicht mehr wieder sehen."

20. Juni – 2,2 Millionen Fälle; 113.500 Tote: „Es war eine interessante Zeit, es war schrecklich, so viele Leben sind verloren gegangen, wir werden diese unglaublichen Menschen nie vergessen. Aber sie werden nicht umsonst gestorben sein.“

3. Juli – 2,8 Millionen Fälle; 123.200 Tote: „Ich denke, und das ist wichtig, jeder, der gestern einen Test braucht oder heute einen braucht, bekommt einen Test. Sie sind hier, sie haben Tests, und die Tests sind wunderschön. Jeder, der einen Test braucht, bekommt einen Test."

9. Juli – 3,1 Millionen Fälle; 126.700 Tote: „Zum hundertsten Mal: Der Grund dafür, dass wir so viele Fälle im Vergleich zu anderen Ländern haben, die nicht annähernd so viel getestet haben wie wir, ist, dass unsere TESTS so viel breiter und besser angelegt sind. Wir haben 40 Millionen Menschen getestet. Hätten wir 20 Millionen getestet, wäre die Zahl der Fälle doppelt so hoch, etc."

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