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Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un (links) mit US-Präsident Donald Trump bei einem bilateralen Treffen in Hanoi im Februar 2019. Foto: REUTERS/Leah Millis/File Photo
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Spontanes Treffen zwischen Trump und Kim Jong Un? Nordkorea findet Trumps Angebot interessant

Nordkorea reagiert ungewöhnlich schnell auf eine indirekte Einladung Trumps zu einem Spontan-Treffen am Sonntag.

Nordkorea hat sich aufgeschlossen zu einem Vorschlag von US-Präsident Donald Trump für ein spontanes Treffen mit Machthaber Kim Jong Un an der innerkoreanischen Grenze geäußert. Pjöngjang sehe dies als „sehr interessantes Angebot“, wurde Vizeministerin Choe Son Hui am Samstag von Nordkoreas Staatsmedien zitiert. Doch gebe es dazu keinen offiziellen Vorschlag.

Trump hatte zuvor über Twitter angeboten, Kim am Sonntag an der demilitarisierten Zone zwischen beiden koreanischen Staaten zu treffen, um „ihm die Hand zu schütteln und hallo zu sagen“. Trump wird im Anschluss an den G20-Gipfel im japanischen Osaka am Samstag zu Gesprächen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In über den Atomstreit mit Nordkorea nach Seoul reisen.

Sie sei der Ansicht, ein von Trump beabsichtigtes Gipfeltreffen an der Grenze könne eine weitere bedeutungsvolle Gelegenheit sein, die persönlichen Beziehungen zwischen Kim und dem US-Präsidenten zu vertiefen, wurde Vizeaußenministerin Choe zitiert. Trump sagte kurz nach seinem Tweet, er habe nur mal einen Fühler ausgestreckt. Er wisse gar nicht, ob Kim derzeit überhaupt in Nordkorea sei.

Zweites Gipfeltreffen war im Februar gescheitert

Bisher sei nichts entschieden, teilte das Büro des südkoreanischen Präsidenten als Reaktion auf den Tweet Trumps mit. „An unserer Position hat sich nichts geändert, dass wir eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Nordkorea und den USA haben wollen“, sagte eine Sprecherin.

Es hatte bereits zuvor Spekulationen über ein weiteres Treffen Kims mit Trump gegeben. Sowohl das Weiße Haus als auch Trump selbst hatten Planungen für ein Treffen an der Grenze jedoch zunächst dementiert.

Ein zweites Gipfeltreffen der beiden war im Februar in Vietnam gescheitert. Beide konnten sich in der zentralen Frage der atomaren Abrüstung Nordkoreas nicht einigen. Von ihrem ersten Gipfel in Singapur im Jahr 2018 waren hoffnungsvolle Signale ausgegangen. Die Gespräche über die in Singapur grob vereinbarte Atomabrüstung Nordkoreas sind jedoch seit dem Hanoi-Gipfel festgefahren.

Trump verteidigte jetzt erneut sein „gutes Verhältnis“ zum Machthaber Nordkoreas, dem Brutalität gegen sein Volk vorgeworfen wird. „Es ist eine gute Sache, miteinander auszukommen.“ Es hätte mit Sicherheit Krieg gegeben, wenn nicht er als US-Präsident die Initiative ergriffen und Gespräche in Gang gebracht hätte. (dpa)

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