Alexander Gauland im November 2019 bei einer Pressekonferenz. Foto: Odd Andersen / AFP
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Ringen um AfD-Vorsitz Gauland verzichtet wohl auf erneute Kandidatur

Ist der nächste AfD-Chef ein Sachse? Parteispitze und Junge Alternative unterstützen Tino Chrupalla. Doch es gibt weitere Kandidaten für die Gauland-Nachfolge.

AfD-Chef Alexander Gauland wird offenbar beim Parteitag an diesem Wochenende nicht noch einmal für sein Amt kandidieren. Dies sei bei einem Krisentreffen der Parteispitze am Dienstag beschlossen worden, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Die Runde habe zugleich vereinbart, dass der sächsische AfD-Politiker Tino Chrupalla sich zur Wahl stellt. Chrupalla hatte seine Kandidatur am Mittwoch dem "Spiegel" bestätigt.

Gauland hatte sich zuvor nicht festgelegt, ob er noch einmal kandidieren will oder nicht. Er machte dies von den konkreten Umständen auf dem Parteitag abhängig.

Dem "FAZ"-Bericht zufolge kamen die Teilnehmer des Krisentreffens am Dienstag überein, dass Chrupalla gute Chancen habe, gewählt zu werden. Demnach will die rechte Strömung "Der Flügel", der Chrupalla nicht angehört, mit großer Mehrheit für ihn stimmen.

Auch der innenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, der Berliner Gottfried Curio, hat seine Kandidatur für den Parteivorsitz angekündigt. Die rheinland-pfälzische Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst erwägt ebenfalls eine Kandidatur. Gaulands Ko-Vorsitzender Jörg Meuthen will zugleich sein Amt behalten.

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Der Vorsitzende des AfD-Jugendverbands Junge Alternative, Damian Lohr, sprach sich am Mittwoch für Chrupalla aus. Dieser sei "ein pflichtbewusster, lockerer, integrer Typ, ein hervorragender Kandidat", sagte er dem ARD-Hauptstadtstudio. Mit Meuthen "hat man einen westdeutschen Akademiker an der Spitze, da würde es ganz guttun, wenn man sagt: Wir als AfD nehmen auch den Osten mit." (AFP)

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