zum Hauptinhalt
Wahlplakate der SPD und der CDU.

© uncredited/dpa

Koalitionsgespräche nach der Wahl: Scholz und Laschet wollen Verhandlungen vor Weihnachten abschließen

SPD und Union haben dafür geworben, möglichst zügig ihre Koalitionsverhandlungen abzuschließen. Eine erneute große Koalition beider Parteien gilt als ausgeschlossen.

SPD und Union haben nach der Bundestagswahl dafür geworben, ihre jeweiligen Koalitionsverhandlungen über eine neue Bundesregierung vor Weihnachten abzuschließen. Es müsse alles dafür getan werden, „dass wir vor Weihnachten fertig sind“, sagte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz am Sonntagabend in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF. „Ein bisschen vorher wäre auch noch gut.“

Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet sprach sich in derselben Sendung gegen eine lange Phase von Sondierungen vor eigentlichen Koalitionsverhandlungen aus. „Ich finde, dafür haben wir nicht die Zeit“, sagte der CDU-Chef. Er verwies darauf, dass Deutschland kommendes Jahr die Präsidentschaft der Gruppe großer Industrieländer (G7) habe. Auch deshalb müsse „die neue Regierung sehr zeitnah ins Amt kommen“ und es einen Abschluss der Koalitionsverhandlungen „auf jeden Fall vor Weihnachten geben“.

Die Bundestagswahl hatte nach Hochrechnungen vom Sonntagabend ein Kopf-an-Kopf-Rennen von SPD und Union gebracht - mit einem leichten Vorsprung für die SPD. Eine erneute große Koalition beider Parteien gilt als ausgeschlossen. Laschet sagte am Sonntagabend, dieses Modell sei aus seiner Sicht „nicht zukunftsträchtig“.

[Bundestagswahl und Abgeordnetenwahl: So verfolgen Sie den Wahlsonntag mit dem Tagesspiegel]

In Frage kommen deshalb Bündnisse sowohl der Union als auch der SPD mit Grünen und FDP. Liberalen-Chef Christian Lindner schlug in der „Berliner Runde“ von ARD und ZDF erneut vor, dass Grüne und FDP „zuerst miteinander sprechen und schauen, wo es gemeinsamen Grund geben könnte“.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zeigte sich grundsätzlich offen für Gespräche mit der FDP. Die Verhandlungen über eine neue Regierung könnten „nicht so sein wie das letzte Mal“. Es gebe keine Partei die klar in Führung liege. Es sei deshalb „klar, dass Gespräche auch vorab mit anderen geführt werden“. (AFP)

Zur Startseite

showPaywall:
false
isSubscriber:
false
isPaid:
showPaywallPiano:
false