Zum Corona-Überblick: Alle Zahlen zu SARS-CoV-2 in Deutschland
Am Donnerstag wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Bundestag eine Rede zur Corona-Lage halten. Foto: dpa/Michael Kappeler
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Fragen des Tages Striktere Corona-Maßnahmen werden wahrscheinlicher, Erdoğan attackiert Europa

Außerdem: Immer weniger Häuser werden in Berlin verkauft, der Siegerentwurf zur Komischen Oper ist gekürt.

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Was ist passiert?

Striktere Corona-Maßnahmen werden immer wahrscheinlicher
Wenn am Mittwoch Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten über Möglichkeiten zur Eindämmung der Corona-Pandemie berät, prallen teils recht unterschiedliche Vorstellungen aufeinander. Welche strengen Regeln bis zum kurzen, harten Lockdown die Kanzlerin will, und was aus den Ländern kommt, hat Michael Schmidt hier zusammengefasst. Angesichts solcher Nachrichten von "Freiwilligen Infektionsgruppen" auf einem Jazzfestival in Dresden fragt man sich allerdings, ob in manchen Köpfen die Brisanz der Lage immer noch nicht angekommen ist.

Wohin steuert Erdogan die Türkei?
Der türkische Präsident attackiert Europa sowie insbesondere Frankreich und Deutschland so scharf wie selten zuvor. Was Erdogan damit bezweckt und welche Folgen das hat, erklären hier Susanne Güsten, Frank Jansen und Christian Böhme.

• Kräftiger Rückgang auf Berlins Immobilienmarkt
So stark sanken die Verkaufszahlen in der Stadt noch nie. Besonders betroffen sind Wohn- und Geschäftshäuser sowie Büroflächen. In den Worten des Chefs des Berliner Gutachterausschusses Reiner Rössler: "Beim Anblick der Zahlen bin ich fast vom Stuhl gefallen". Mehr dazu hier.

• Siegerentwurf zum Umbau der Komischen Oper Berlin gekürt
Der Wettbewerb zur 227 Millionen Euro teuren Neugestaltung der Komischen Oper ist entschieden. Gewonnen hat das Büro Kadawittfeldarchitektur. Lesen Sie hier mehr zu den Plänen für den Umbau.

Was wurde diskutiert?

Karikatur: Klaus Stuttmann Foto: Vergrößern
Karikatur: Klaus Stuttmann

Die Berliner SPD verhält sich überhaupt nicht vorbildhaft Der Regierende Bürgermeister Michael Müller und Fraktionschef Raed Saleh gehören sonst zu den schärfsten Mahnern in der Corona-Krise - aber ihren Wahl-Parteitag in Neukölln mit knapp 300 Teilnehmern wollen die Sozialdemokraten lieber doch nicht verschieben. Und gehen damit auch noch bis knapp unter die Grenze der erlaubten Teilnehmerzahl. Bei sich selbst in der Pandemie besonders großzügig sein ist doppelzüngig und falsch, kommentiert Ulrich Zawatka-Gerlach.

Wird Friedrich Merz der Boris Johnson der CDU?

Mit seiner Kampfansage an ein sogenanntes Establishment der Union inszeniert Friedrich Merz vor allem einen Machtkampf um das Wesen der Partei. Ein Kommentar von Albert Funk.

Die rechte Liebe zur Literatur: Die Schriftstellerin Monika Maron nennt ihre Verlegerin Susanne Dagen eine "Freundin" und "Oppositionelle". Dagen hofiert derweil Rechtsextremisten. Warum das durchaus ein Problem ist, schreiben hier Christian Schröder und Hannes Soltau.

Was kann ich mit einem Tagesspiegel-Plus-Abo lesen?

Mit neun Jahren Verspätung wird der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) öffnen – am 31. Oktober, genau an Halloween. Foto: AFP/Michael Kappeler Vergrößern
Mit neun Jahren Verspätung wird der Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) öffnen – am 31. Oktober, genau an Halloween. © AFP/Michael Kappeler

Die unsichtbare Schallgrenze: Wie der BER die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow spaltet Am Samstag eröffnet der BER und die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow wird dann mit am stärksten vom Fluglärm betroffen sein. Für manche aber könnte der Flughafen aber Segen statt Fluch werden. Eine Reportage von Maria Kotsev.

• „Depeche Mode haben mir gezeigt, wie ich mich ordentlich betrinke“ Der niederländische Fotograf Anton Corbijn hat die britische Band Depeche Mode seit den Achtzigern begleitet. Mit Ulf Lippitz hat Anton Corbijn hier ausführlich über Pop, Drogen und seinen neuen Bildband gesprochen.

[Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.]

• „Ich hatte nie in meinem Leben so viele praktische Probleme wie hier“ Liu Xia, die Witwe des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo, flüchtete aus China nach Berlin, um ihre Depression behandeln zu lassen. Liu Xia meidet eigentlich die Öffentlichkeit, mit Barbara Nolte spricht sie hier erstmals über ihren Neuanfang.

Wie Wolfgang Schäuble mit einem Bürgerrat die Demokratie retten will Der Bundestagspräsident hat sich stark gemacht für ein Experiment: Mehr Beteiligung der Bürger. Der Bundestag hat das Projekt beschlossen. Das Thema ist sehr allgemein - Deutschlands Rolle in der Welt. Armin Lehman geht der Frage nach, ob das Vorhaben funktioniert.

Was können wir unternehmen?

Lesen: In "Chasing The Light" schreibt Regisseur Oliver Stone über seine Anfänge. Ein ehrliches Buch, aber auch ein Macho-Buch über die Macho-Welt des US-Films, lange vor MeToo. Empfohlen von meiner Kollegin Christiane Peitz.

In die Kirche gehen: Karl Friedrich Schinkels Architekturjuwel in Berlin-Mitte, die Friedrichswerdersche Kirche, schien verloren, doch jetzt, nach acht Jahren, eröffnet sie wieder. Nicola Kuhn schreibt über die unglaubliche Geschichte eines Baudenkmals, anschauen können Sie es sich jetzt wieder selbst.

[Behalten Sie den Überblick: Jeden Morgen ab 6 Uhr berichten Chefredakteur Lorenz Maroldt und sein Team im Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint über die aktuellsten Entwicklungen rund um das Coronavirus. Jetzt kostenlos anmelden: checkpoint.tagesspiegel.de.]

Gemeinsam online spielen: Weniger Kontakt ist das Gebot der Stunde. Das heißt aber nicht, dass der gesellige Spieleabend ausfallen muss. Wie Sie online zusammen spielen können, dazu hier ein Tipp von Johanna Pauline Faust aus unserem Tagesspiegel-Leute-Newsletter für Lichtenberg.

Was sollte ich für morgen wissen?

An diesem Mittwoch soll das Ergebnis bekannt gegeben werden, wer für die Genossen in Charlottenburg-Wilmersdorf als Direktkandidat in den Bundestagswahlkampf ziehen darf: Staatssekretärin Sawsan Chebli oder der Noch-Regierende Bürgermeister Michael Müller. Für letzteren wäre eine Niederlage wohl schwer zu verkraften, manche Sozialdemokraten befürchten, dass er dann auch den aktuellen Job hinschmeißen könnte.

Zahl des Tages

Die Formel 1 plant einen Mega-Kalender mit 23 Rennen im kommenden Jahr -  so viele wie noch nie. Dabei musste wegen der Coronavirus-Pandemie schon in dieser Saison auf 17 Rennen abgespeckt werden. Weitsicht – oder Wahnsinn? fragt sich Michael Rosentritt.

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