Kanzlerin Angela Merkel bei einem EU-Gipfel in Brüssel. Foto: Thierry Roge/dpa
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Casdorffs Agenda Die außenpolitische Debatte ist nicht mehr zu vermeiden

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Gelingt es Deutschland, Mehrheitskoalitionen zu bilden und Abstriche an eigenen Positionen zu machen? Europas Zusammenhalt hängt davon ab. Ein Kommentar.

Deutschland steht vor einem heißen Herbst, die außenpolitische Debatte lässt sich nicht mehr vermeiden. Der kluge Zufall will es, dass drei Bücher erscheinen, die sie befeuern. Das erste ist vom Tagesspiegel-Kollegen Christoph von Marschall geschrieben, „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“. Eine These lautet: Deutschland predigt anderen, was sie tun sollen, statt zu hören, was andere wollen.

Es möchte die Richtung vorgeben, so in der Migrationspolitik, ohne die Mehrheitsfähigkeit zu prüfen, und wundert sich, wenn die Anderen nicht folgen wollen. Die Debatte wird darum gehen, ob es Deutschland gelingt, Mehrheitskoalitionen zu bilden und dafür Abstriche an eigenen Positionen zu machen. Davon könnte, siehe Polen, siehe Frankreich, Europas Zusammenhalt abhängen. Darüber müssen wir in der Tat dringend reden. Und man darf in dieser Hinsicht auf Sigmar Gabriels und Wolfgang Ischingers Bücher gespannt sein. Sie erscheinen im September.

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Das Buch „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“, Herder Verlag 2018, 256 Seiten, 22 Euro ist im Tagesspiegel-Shop erhältlich, Askanischer Platz 3, 10963 Berlin. Auf Wunsch auch signiert. Für eine Online-Bestellung klicken Sie bitte hier. Telefonische Bestellhotline: (030) 29021 520.

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