Menschen steigen in Lampedusa von Bord des Rettungsschiffs „Sea-Watch 3“. Es wurde im Anschluss beschlagnahmt. Annalisa Camilli/AP/dpa
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Beschlagnahmtes Rettungsschiff für Flüchtlinge Die „Sea-Watch 3“ ist wieder frei

Vor fast sechs Monaten hatten italienische Behörden das Schiff beschlagnahmt. Die Hilfsorganisation Sea-Watch will damit schnellstmöglich wieder in See stechen.

Das Rettungsschiff „Sea-Watch 3“, mit dem die deutsche Kapitänin Carola Rackete im Sommer unerlaubt in einen italienischen Hafen gefahren war, ist wieder frei. Nach fast einem halben Jahr hob ein Gericht in Palermo die Beschlagnahmung auf. Das teilte die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch am Donnerstag mit.

Man bereite sich „nun darauf vor, unsere Rettungsoperation so schnell wie möglich wieder aufzunehmen“, sagte Sea-Watch.

Carola Rackete war Ende Juni trotz eines Verbots des damaligen italienischen Innenministers Matteo Salvini mit Dutzenden geretteten Migranten in den Hafen von Lampedusa eingefahren. Zuvor war das Schiff tagelang auf dem Meer blockiert. Rackete wurde vorübergehend festgenommen, das Schiff festgesetzt.

Den nächsten Einsatz werde nicht Rackete fahren, da sie derzeit in der Antarktis unterwegs sei, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer. „Aber wir fahren natürlich trotzdem schnellstmöglich raus.“ (dpa)

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