Christian Walther ist freier Autor unter anderem für die RBB-„Abendschau“, war mehrfach Pressesprecher und ist Vorsitzender des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg (JVBB). Foto: Arne Sattler/JVBB
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Zu meinem ÄRGER Humor, der Geiseln nimmt

Christian Walther
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Christian Walther ärgert sich über den rheinischen Humorimperialismus im ZDF-Programm und freut sich über die "Beobachter" im RBB-Fernsehen

Herr Walther, worüber haben Sie sich in dieser Woche in den Medien am meisten geärgert?

Der rheinische Humorimperialismus nimmt das freitägliche ZDF-Programm zur Geisel – „Mainz bleibt Mainz“ – und raubt uns die leitkulturelle „heute-show“. Dabei hätte ich gerne gesehen, wie der gramgebeugte Welke sein erfreulich offenes Eingeständnis eines Fehlers im Umgang mit einem sprachgestörten AfD-Experten für seine Show adaptiert.

Gab es auch etwas, worüber Sie sich freuen konnten?
Die „Beobachter“ Claudia Kade (Welt), Elisabeth Niejahr (Wiwo), Hajo Schumacher (Mopo) und Claudius Seidl (FAS) betreiben mit Gastgeber Jörg Thadeusz eine äußerst anregende, oft auch amüsante Gesprächsrunde zum Weltgeschehen. Jetzt wurden sie mit dem Umstieg auf einen wöchentlichen Sendeplatz belohnt: RBB, dienstags, 22 Uhr 15.

Was können Sie aus dem Internet empfehlen?
Zum Besten, was über Journalismus und Medien geschrieben wird – Kritisches und Selbstkritisches –, gehört die „Columbia Journalism Review“, die an der gleichnamigen Uni in New York erscheint. Das Heft kommt nur noch halbjährlich; der Fokus liegt auf online: www.cjr.org. Wer lieber lokal surfen möchte: www.facebook.com/DJV.JVBB/

Christian Walther ist freier Autor unter anderem für die RBB-„Abendschau“, war mehrfach Pressesprecher und ist Vorsitzender des Journalistenverbandes Berlin-Brandenburg (JVBB).

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