Warner Bros. plant eine Neuauflage der Serie "ALF" - der Außerirdische soll wieder bei einer weltlichen Familie unterkommen. Foto: picture alliance/Super RTL/dpa
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Neuauflage der TV-Serie Alf kommt zurück

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Achtung, Katzen wegsperren: Der Serienklassiker Alf bekommt eine Neuauflage. Zuschauerlieblinge wiederzubeleben liegt im Trend.

Ganze 32 Jahre ist es her, dass Gordon Shumway vom Planeten Melmac mit seinem Raumschiff durch das Dach der Familie Tanner krachte. „Es ist ein Alf“, stammelte Vater Willie, als das haarige Etwas bewusstlos auf dem Couchtisch lag. ALF – kurz für „Außerirdische Lebensform“ und der Titel der US-Kultserie in den späten 80ern. Nun soll es eine Neuauflage geben, das berichtet das Magazin „The Hollywood Reporter“. Die ursprünglichen Produzenten von Warner Bros. seien ebenso beteiligt, wie die zwei Autoren Tom Patchett und Paul Fusco, die schon beim Original mitgemacht haben, schreibt das Magazin.

Seit Mai werde an der Neuauflage gearbeitet, viele Details seien noch nicht bekannt. Nur soviel: Alf soll wieder bei einer irdischen Familie landen.
Die vier Staffeln der Serie liefen in den USA beim Sender NBC von 1986 bis 1990. In Deutschland strahlte das ZDF die Folgen aus. Noch gibt es keine feste Zusage von NBC oder einem anderen US-Sender, auch die neuen Folgen zu übertragen. Vom ZDF kam vorerst keine Antwort auf die Frage, ob man die Neuauflage ausstrahlen wolle.

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Viele Neuauflagen beliebter Serien

Alf ist nicht der einzige Zuschauerliebling, der lange Zeit nach seinem Fernsehdebüt wiederbelebt wird. Auch Vampirjägerin Buffy kommt zurück. 20th Century Fox hat eine Nachfolgeserie angekündigt - was auf große Kritik der Fans auf Twitter stieß. Showrunnerin Monica Owusu-Breen reagierte in einem Statement und sagte "Es gibt nur eine Buffy", die geplante Serie sei keine Neuauflage sondern, es sei Zeit "eine neue Jägerin kennenzulernen."

Die Rolle der Vampirjägerin wird auch nicht mehr, wie im Original, Sarah Michelle Gellar innehaben, sondern eine schwarze Schauspielerin.

Als weitere Neuauflage einer Fantasieserie ist ein Comeback von "Charmed - Zauberhafte Hexen" geplant. Das Original über drei Hexenschwestern und ihren Kampf gegen Dämonen lief von 1998 bis 2006. Im Herbst kommt die Serie mit drei neuen Hexen in den USA ins Fernsehen. Wie bei Buffy soll auch hier mehr Diversität her. Eine der Schwestern ist Latina, eine schwarz und es soll auch eine lesbische Liebesgeschichte und einen starken Fokus auf Feminismus geben.

Schauspielerin Holly Marie Combs, die zu den originalen Hexen gehörte, ist nicht begeistert über die Neuauflage. Auf Twitter beschwert sie sich darüber, dass die Serie damals nicht verlängert wurde. Außerdem ärgert sich Combs über die Darstellung, dass die Serie erst jetzt feministische Themen aufgreifen würde.

Muss das sein?

Erfolg reproduzieren zu wollen, kann auch nach hinten losgehen. Warum etwas Gutes neu machen? Und oft genug werden die Erwartungen der Fans dann auch enttäuscht. Wie etwa bei der zehnten und elften Staffel der Serie "Akte X", die 2016 und 2018 ausgestrahlt wurden. Die Mysteryserie konnte zwar mit Gillian Anderson und David Duchovny auftrumpfen, die schon zuvor die Agenten Scully und Mulder gespielt hatten, wurde aber für den Fangeschmack zu sehr verändert und erinnerte kaum mehr an das 2002 zu Ende gegangene Original.

Erfolgreicher schnitt die Fortsetzung des Klassikers "Full House" ab. "Fuller House" startete 2016, 21 Jahre nachdem die letzte Folge des Originals ausgestrahlt worden war. Zu sehen sind viele der ehemaligen Schauspieler. Im Mittelpunkt stehen die früheren Kinder- und Jugendstars - nun älter und mit eigenem Nachwuchs. "Fuller House" läuft auf Netflix und wurde dieses Jahr für einen Emmy nominiert.


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