Mutiger Move. The National veröffentlichen ihr neues Album "I Am Easy To Find" mit improvisierten Songs. Foto: promo
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The National, Rammstein, Holly Herndon Die Pop-Alben der Woche im Soundcheck

Jeden Freitag ab 21 Uhr stellen vier PopkritikerInnen auf Radio Eins die Alben der Woche vor. Diesmal mit The National, Rammstein, Holly Herndon und King Gizzard & The Wizard Lizard.

The National: I Am Easy To Find (4AD)

Drohender künstlerischer Verkrampfung begegnet The National mit einem mutigen Move: Mike Mills, für dessen Kurzfilm gleichen Namens die Band Musik komponierte, dirigierte das Geschehen. 16 oft improvisierte Lieder, die alte Fans vielleicht enttäuschen. Große Kunst oder Michelberger-Musik? Andreas Müller, Moderator

Rammstein: Rammstein (Universal)

Man kann nicht sagen, dass die sechs Männer-Männer je einen Nerv getroffen hätten. Es waren immer ganz viele. Verstanden hat man sie deshalb eigentlich nie. Doch selten wird man auf einem Niveau, das von seiner eigenen Stumpfheit überzeugt ist, so gut unterhalten wie auf dem siebten Album der Band. Kai Müller, Tagesspiegel

Holly Herndon: Proto (4AD)

Musik als Konzeptkunst. Ein Mitglied von Herndons Band ist die von ihr entwickelte künstliche Intelligenz Spawn, die man aber auf dem Album nicht wirklich heraushören kann. Musikalisch ist es o. k., als Konzeptkunst mit Fragen zum Verhältnis von technischem Fortschritt und Mensch seiner Zeit voraus. Vivian Perkovic, Popkritikerin

King Gizzard & The Wizard Lizard: Fishing for Fishies (Flightless)

Nachdem es 2017 gleich fünf Alben veröffentlichte, legte das australische Septett bei der Vertonung der Apokalypse eine Pause ein. Jetzt geht es weiter: mit Boogie! Hippie-Folk, Carpenters-Pop, Psych-Rock über Plastikmüll und Fischfangzweifel. Wie immer ein Geniestreich. Martin Böttcher, Popkritiker

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