Die "Freunde Museum Islamischer Kunst" feierten in der James-Simon-Galerie ihr zehnjähriges Bestehen. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
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Förderverein feiert Geburtstag Weit über das übliche Maß hinaus

Die „Freunde des Museums für Islamische Kunst“ feiern ihr zehnjähriges Bestehen. Der Verein ist stetig gewachsen - das Engagement hat sich gelohnt.

Noch eine Premiere in der James-Simon-Galerie. Als erster Förderverein der Staatlichen Museen feierten die „Freunde des Museums für Islamische Kunst“ (FMIK) ihr zehnjähriges Bestehen. Der kleine Verein hat innerhalb der vergangenen Jahre seine Mitgliederzahl auf fast 500 verdoppelt. Zunächst ging es darum, die Arbeit des Museums zu unterstützen, zu Veranstaltungen und Sonderausstellungen beizutragen und Restaurierungen zu finanzieren wie etwa das Wandbild aus Qasr- al-Amra aus Jordanien.

Ein neues Kapitel begann, als der Verein 2013 begann, Drittmittel, die von Museumsmitarbeitern eingeworben wurden, für das Museum zu verwalten und Projekte zu ermöglichen wie das „Syrian Heritage Archive Project“ (mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes), das vielfach preisgekrönte Multaka-Projekt, das Geflüchtete zu Museumsführern ausbildete, das Tamam-Projekt, das die Zusammenarbeit mit Moscheegemeinden um ein kulturelles Modul bereichert. „Sie alle helfen, ein zivilgesellschaftliches Gegengewicht gegen Fremdenhass und Islamophobie entstehen zu lassen“, sagte der Vorsitzende Peter Heine.

Mit diesen weltweit beachteten Projekten gewann das Museum mehr Aufmerksamkeit und damit auch mehr Unterstützung. Das zivilgesellschaftliche Engagement hat sich gelohnt. Mit der Einführung einer Facebookseite und einer sich stets verbessernden eigenen Website konnte der Verein auch rascher reagieren und informieren.

Der Verein geht mit seiner Arbeit weit über das Übliche hinaus. Der gesellschaftliche Auftrag lautet, Brücken zwischen den Welten zu bauen. Mit der Konzert-Reihe Mschatta-Lounge bringt er erstmals in diesem Sommer Musik aus der islamisch geprägten Welt in das Museum. Die nächsten Konzerte finden am 12. September (Maasa), am 19. September (Karmatürji) und am 26. September (Mila Khawmam) statt.

Am 2. Dezember wird Rafik Schami auf einer Benefizveranstaltung für syrische Kinder sein neues Buch „Auf die Freundschaft“ vorstellen. Und nicht zuletzt wird mit Hilfe des Freundeskreises allmählich eine Sammlung zeitgenössischer Kunst aus der islamisch geprägten Welt aufgebaut. Als Dank für die gut besuchte Ausstellung im vergangenen Jahr in dem „BOXFreiraum“ schenkte der bedeutende syrische Kalligraph Mouneer  Al Shaarani dem Verein ein neues Logo, mit dem er in die nächste Dekade startet. 

Die Terrasse und das obere Foyer der James-Simon-Galerie erwiesen sich als idealer stilvoller Rahmen für das Fest,  in der Halle überzeugten der syrische Cellist Athil Hamdan und die Gitarristin Roberta Dragona mit europäischen und arabischen Kompositionen.

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