Auf der Bühne des Kammermusiksaals wurde das Programm präsentiert. Foto: Stephan Rabold
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Die Pläne der Berliner Philharmoniker für 2021/22 So viel Petrenko gab es noch nie

In der kommenden Saison werden die Berliner Philharmoniker viel Tschaikowsky spielen - und zweimal in der Waldbühne auftreten.

Gleich zweimal wird Kirill Petrenko in der kommenden Saison einen Waldbühnen-Auftritt der Berliner Philharmoniker leiten. Vor dem offiziellen Eröffnungskonzert soll eine Welcome-Back-Woche vom 21. bis 26. August zu günstigen Ticket-Preisen ab 10 Euro das Publikum auf die neue Live-Spielzeit einstimmen. Petrenko gibt dabei am 26.8. sein Debüt in der Waldbühne, zum Abschluss der Saison 21/22 dirigiert er dann einen russischen Abend Open Air.

Zwischen diesen Großereignissen spannt sich eine Spielzeit, in der Petrenko so häufig wie noch nie mit seinem Orchester musiziert. „Durch die konzentrierten Proben in der Coronazeit sind wir in unserer Beziehung weiter gekommen, als das unter normalen Bedingungen der Fall gewesen wäre“ sagt er. „Ich weiß heute mehr darüber, was für die Musikerinnen und Musiker wichtig ist.“

Petrenko selbst betont, wie sehr es im am Herzen liegt, Musik in Familien zu bringen. Dafür leitet er selbst Familienkonzerte, bei denen er auch als Co-Moderator zu erleben ist. Ein weiteres Herzensprojekt umfasst gleich drei Opern von Tschaikowsky, von denen „Jolanthe“ und „Pique Dame“ in Berlin zu hören sein werden.

Die Dirigentin Oksana Lyniv gibt ihr Debüt

Den durch die Nationalsozialisten verstummten, verfolgen und ermordeten Komponisten widmet sich der Saison-Schwerpunkt „Lost Generation“, Petrenko dirigiert dabei unter anderem ein Konzert mit Werken von Schulhoff, Sinigaglia und Zemlinsky.

Komponist im Fokus wird Igor Strawinsky zu seinem 50. Todestag sein, als Artist in Residence kommt die Geigerin Patricia Kopatchinskaja, die mit dem Mahler Chamber Orchestra ein Projekt gegen Umweltzerstörung plant. Debüts am Philharmoniker-Pult geben Oksana Lyniv, Gustavo Gimeno, Antonello Manacorda, John Storgårds und der 89-jährige John Williams. Das Europakonzert soll am 1. Mai 2022 in Odessa stattfinden, auf dem Kulturforum beginnt mit zwei Kammerkonzerten eine Kooperation mit der wiedereröffneten Neuen Nationalgalerie.

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