Asterix und Obelix sind die populärsten Comicfiguren Europas. Foto: Egmont Ehapa Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo
© Egmont Ehapa Asterix®-Obelix®-Idefix® / © 2021 Les Éditions Albert René / Goscinny – Uderzo

Tochter plant Fertigstellung von Album Unbekannter Textentwurf von Asterix-Schöpfer Goscinny entdeckt

Mehr als 40 Jahre lang bleibt das Manuskript verborgen. Die Tochter des Autors erwägt nun, „Asterix im Zirkus“ zu vollenden. Allerdings gebe es Hindernisse.

Die Tochter und Erbin des vor über 40 Jahren verstorbenen „Asterix“-Schöpfers René Goscinny hat bei der Sichtung von Dokumenten einen unbekannten Textentwurf ihres Vaters entdeckt. Bei dem Fragment mit dem Arbeitstitel „Asterix im Zirkus“ handle es sich um „20 Seiten, ein halbes Album“, sagte Anne Goscinny dem „Spiegel“.

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Eine mögliche Vollendung und Veröffentlichung der Geschichte nannte sie „ein wunderbares Abenteuer“. Ihr Vater habe kurz vor seinem Tod an dem Text gearbeitet, vermutlich hätte er nach „Asterix bei den Belgiern“ von 1979 erscheinen sollen, sagte Goscinny.

Erbverwalter: Anne Goscinny, Tochter des ursprünglichen Asterix-Autors, mit dem aktuellen Autor Jean-Yves Ferri. Foto: Alain Jocard/AFP Vergrößern
Erbverwalter: Anne Goscinny, Tochter des ursprünglichen Asterix-Autors, mit dem aktuellen Autor Jean-Yves Ferri. © Alain Jocard/AFP

Eines Tages werde sie seine Vollendung zusammen mit dem Verlag Hachette Livre angehen, erklärte die 53-Jährige. Allerdings sei das Projekt „sehr kompliziert“: Da müssten „sehr viele Leute“ an einem Tisch sitzen und die Stimme ihres Vaters „wiederfinden“, so Goscinny. „Es ist wie ein Gemälde von Goya, in dem es ein Loch gibt“.

René Goscinny war 1977 überraschend an einem Herzinfarkt gestorben, Zeichner Albert Uderzo übernahm daraufhin auch die Texte. Inzwischen werden die Abenteuer des kleinen Galliers und seines ungleichen Freunds Obelix von Jean-Yves Ferri und Didier Conrad getextet und gezeichnet.

Zu Beginn dieses Jahres war das bisher letzte Album „Der goldene Hinkelstein“ erschienen, das der Egmont-Verlag als „verschollenen Schatz“ bezeichnete. Hierfür wurde das Begleitheft einer Schallplatte von 1967 durch Uderzo überarbeitet und neu aufgelegt.

Am 21. Oktober erscheint der insgesamt 39. Band, „Asterix und der Greif“. Es ist zugleich der letzte Band, den Uderzo zumindest noch in seinen Anfängen begleitet hat. Er starb im März 2020 im Alter von 92 Jahren. (AFP)

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