Sitzplatz frei. Theater in Cottbus. Foto: Patrick Pleul/dpa
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Bühnen kämpfen um Überleben Privattheater bekommen 30 Millionen Corona-Hilfe

Deutsche Privattheater kämpfen seit Beginn der Pandemie wegen Ausnahmeausfällen um ihr Überleben. Sie können nun Förderung beim Bund beantragen.

Die rund 200 künstlerisch selbst produzierenden Privattheater in Deutschland erhalten in der Corona-Krise finanzielle Förderung von bis zu 30 Millionen Euro. Viele Theater müssten unter den Hygiene- und Abstandsregeln erhebliche Einnahmeausfälle hinnehmen. „Wir wollen alles tun, damit die deutschen Privattheater diese schwierige Zeit überstehen“, sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) am Mittwoch in Berlin. Das Geld stammt aus dem Fördertopf des Bundesprogramm Neustart Kultur, das sich insgesamt auf eine Milliarde Euro beläuft.

Der Bühnenvereinspräsident Ulrich Khuon begrüßte die Entscheidung: „Seit Monaten bewegt sich die Privattheaterszene durch die Einnahmeausfälle am Rande des Überlebens. Neustart Kultur kommt in hoher Not und ergänzt die Hilfe aus den Bundesländern.“

 Gefördert werden bis zu 80 Prozent der Ausgaben für das künstlerische Personal in der Spielzeit 2020/2021. Der Zuschuss kann maximal 140.000 Euro betragen. Projektträger ist der Deutsche Bühnenverein. Fördervoraussetzung ist, dass die Antragstellenden nicht überwiegend öffentlich finanziert werden und einen regelmäßigen Spielbetrieb über mindestens zwei Spielzeiten vorweisen können oder in der Theaterstatistik des Deutschen Bühnenvereins geführt werden. (mit dpa)

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