Erstmals wird auch das ehemalige Schiffshebewerk Niederfinow zum Konzertort. Foto: Moennikes
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Brandenburgische Sommerkonzerte Mehr Musik für alle

Viel Neues gibt es bei den Brandenburgischen Sommerkonzerten: Jetzt wurde das Programm für 2022 vorgestellt.

Seit der Gründung der Brandenburgischen Sommerkonzerte hat Joachim Pliquett das Festival als künstlerischer Leiter geprägt. Nach mehr als drei Jahrzehnten aber überlässt der 1957 geborene Trompeter, der hauptberuflich beim Deutschen Symphonie-Orchester arbeitet, jetzt das Feld der nächsten Generation: Wolfram Korr, seit Herbst 2020 Geschäftsführer der Sommerkonzerte, trägt nun zusätzlich auch die inhaltliche Verantwortung für die Konzertplanung.

Wie der Pianist und Erfinder des Schleswig Holstein Musikfestivals, Justus Frantz, ist der studierte Geiger Korr eine Doppelbegabung als Musiker wie Kulturmanager – und er hat so viele Ideen für die Bespielung des Berliner Umlands, dass er zu einer Art moderner Justus Frantz der Mark Brandenburg werden könnte.

Eine Vorsaison erweitert das Angebot

Erstmals wird es 2022 eine Vorsaison der Sommerkonzerte geben, die bereits am 7. Mai startet und einen wilden Stilmix präsentiert, der von der Mittelalter- Performance („Corvus Corax“ in der Slawenburg Raddusch) über Soul mit Max Mutzke (in Wittenberge) bis hin zum Singer-Songwriter-Wettbewerb reicht, dessen Gewinner am 20. Mai zur Eröffnung der Landesgartenschau in Beelitz auftreten dürfen.

37 Termine zwischen dem 28. Mai und 17. September umfasst dann die Hauptsaison 2022, an die sich ein kulturelles Nachspiel anschließen wird, mit zwei Wochenendreisen im Kulturzug ins polnische Wroclaw einerseits, sowie mehreren Weihnachts- und Neujahrskonzerten andererseits.

Viele Stars werden erwartet

Zu den neuen Veranstaltungsorten des Festivals gehören das Schiffshebewerk Niederfinow, die Baustelle der Potsdamer Garnisonkirche und der Pfarrgarten Saxdorf, Stargäste sind das Juilliard Quartet aus New York, die Pianisten Martin Helmchen und Pierre Laurent Aimard, die Sängerin Anna Maria Kaufmann, die Geigerinnen Antje Weithaas und Arabella Steinbacher, die Regensburger Domspatzen – und natürlich auch der nimmermüde Justus Frantz.

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