Eisbär mit Sonnenbrille. Das neue Berlinale-Plakat. Foto: Internationale Filmfestspiele Berlin/ Claudia Schramke Berlin
© Internationale Filmfestspiele Berlin/ Claudia Schramke Berlin

Berlinale 2022 Neues Plakatmotiv: ein Eisbär mit Brille

Der Bär bleibt. Das comichafte Plakatmotiv der diesjährigen Berlinale, ein Bär mit Sonnenbrille, kommt zu den Februar-Festspielen nun als Winterversion.

Da ist er ja wieder der Gute-Laune-Bär, der der pandemiebedingt in eine Frühjahr- und Sommerausgabe aufgeteilten Berlinale des Jahres 2021, schon Leichtigkeit verlieh. Und die heute ungeklärte Frage aufwarf, warum Bären im Kino eine Sonnenbrille brauchen.

Passend zur Rückkehr des Filmfestivals an den angestammten Februar-Termin ist nun ein Eisbär draus geworden. Sein diesmal nicht schwarzes, sondern weißes Fell auf blauem Grund fällt überaus zackig aus. Erster Eindruck: ein knuffiger, aber auch dynamischer Typ, an dem man sich Kristallsplitter einreißen kann.

Das Motiv soll neugierig machen und anregen 

Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek kommentiert das neue Plakat so: „Das Plakatmotiv für die 72. Berlinale ist geradezu exemplarisch für das Festival: Es macht neugierig, gute Laune und regt an. Es hat uns auf Anhieb überzeugt und soll wieder Lust auf ein Festival vor Ort machen, das wir gemeinsam mit Publikum und Filmteams feiern möchten“.

Das "Key Design" wurde erneut von der Berliner Grafikerin Claudia Schramke gestaltet. Über ihren ersten Bären-Entwurf hieß es, er sei ein typisch Berliner Charakter. Das sympathische Motiv solle Optimismus in besonderen Zeiten verbreiten.

Das abstrakte Gestrichel vermisst niemand

Hat geklappt! Jedenfalls wurde keine Stimmen laut, die der abstrakten Verirrung des Jahres 2020 nachweinten. Da variierte ein dünnes, temperamentloses Gestrichel zum 70. Bestehen des Filmfestivals, die Ziffern 7 und O auf roten, gelben und weißen Farbflächen

Zuvor taperten in der Ära Kosslick auf den Plakaten Schauspielerinnen und Schauspielern im Bärenkostüm durch städtische Szenerie der Bärenstadt Berlin.

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Der getuschte Bär des Jahres 2022 nomadisiert offensichtlich nicht, sondern verharrt starr nach vorne (auf die Leinwand?) blickend am Platz. Des vielen Filmeguckens wegen, benötigt er eine Sehhilfe. Ein Tierschicksal, dass Gottlob nur Festivalbären ereilt.
Die 72. Berliner Filmfestspielen sollen im Februar als Präsenzfestival stattfinden. Der Eröffnung ist am 10. Februar 2022, die Bären-Verleihung findet am 19. Februar statt und am 20. Februar wird das Festival einem Publikumstag abgeschlossen. So planen es zumindest die Söhne und Töchter des Großen Eisbären.

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