Ein Mann in Alabama öffnet ein Bier. Wieviel Alkohol auf den Partys floß, ist unklar. Foto: Mark Felix/AFP
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Wer sich zuerst infiziert, bekommt Geld Bizarre Coronapartys in Alabama

Studierende sollen sie organisieren: Große Feiern, ohne Abstand, zu denen besonders herzlich Covid-19-Infizierte eingeladen sind.

Vor Ausbruch der Corona-Krise war es nichts außergewöhnliches, wenn junge Leute Partys feierten. Seither gerieten Jugendliche in Verruf, die sich nicht um Hygiene- und Abstandsregeln scherten und trotzdem feierten.

Die feierten, weil sie einfach nicht verzichten wollten. Doch jetzt berichtet der US-Sender CNN von Partys, bei denen sich junge Menschen mutwillig mit dem Coronavirus infizieren wollen.

Wer sich als erster ansteckt, soll eine Auszahlung erhalten, berichteten lokale Beamte. Die Partys würden in Tuscaloosa abgehalten und Infizierte würden dringend gebeten, daran teilzunehmen. "Wir hielten das zunächst für eine Art Gerücht. Wir haben einige Nachforschungen angestellt, die von den Arztpraxen bestätigt wurden", sagte Stadtratsmitglied Sonya McKinstry dem Fernsehsender.

Hauptsächlich Studierende seien unter den Organisatoren. Die erste Person, die vom Arzt das Virus diagnostiziert bekäme, erhalte das Geld, das zuvor von den Veranstaltern gesammelt werde.

In Tuscaloosa befindet sich die University of Alabama und mehrere andere Colleges. In den vergangenen Wochen soll es in der Stadt und in umliegenden Gemeinden mehrere solcher Veranstaltungen gegeben haben.

"Das macht mich wütend", sagt McKinstry. "Wütend über die Tatsache, dass etwas, das so ernst und tödlich ist, als selbstverständlich hingenommen wird. Es ist nicht nur unverantwortlich, sondern man könnte sich auch mit dem Virus infizieren und ihn mit nach Hause zu seinen Eltern oder Großeltern nehmen." Die Stadt arbeite daran, solche Partys aufzulösen.

Die Mitglieder des Stadtrates von Tuscaloosa stimmten während einer Sitzung am Dienstag einstimmig einer Maskenpflicht zu., die am Montag in Kraft tritt.

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