Der CSD endet am Brandenburger Tor. Foto: Rainer Jensen/dpa
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Abkühlung zum durchlaufen Wegen Hitze: CSD stellt Duschen auf

Um Hitzschläge zu vermeiden, stellen die Veranstalter Duschen auf, die sonst beim Berliner Marathon im Einsatz sind. Das und noch mehr zu Partys und Route in unseren CSD-Tipps.

Zu heiß? Das geht auf dem CSD eigentlich nicht. Doch angesichts der anhaltenden Sommerhitze wollen die Veranstalter jetzt für Abkühlung sorgen. Sicherheitshalber werden auf der Straße des 17. Juni - also am Ende des Route - zwei große Duschen aufgestellt, teilten der CSD Berlin am Freitag mit. Die Duschen kommen sonst auch beim Berliner Marathon im Einsatz, da können dann alle CSD-Feiernden drunter durchlaufen.

Angesichts der hohen Temperaturen empfiehlt sich auch, viel Wasser zu trinken (und weniger Alkohol) - sowie Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor aufzulegen.

Unter dem Motto „Mein Körper, meine Identität, mein Leben!“ zieht der 40. CSD am Sonnabend durch die Stadt. Hunderttausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden erwartet, in den vergangenen Jahren war es immer mindestens 500.000. Los geht’s, ganz traditionell, um 12 Uhr mit der Auftaktkundgebung am Kranzler-Eck am Ku’damm.

Die Demo-Route ist zu Beginn geändert

Achtung: Die Demo-Route ist dann zu Beginn geändert. Zunächst gibt es einen Schlenker über die Augsburger Straße und die Nürnberger Straße, bis der Zug auf die gewohnte Strecke am Tauentzien einbiegt und von dort über Nollendorfplatz, Lützowplatz und Siegessäule zum Brandenburger Tor führt. Der Grund für den Schlenker: Die „Adidas Runners City Night“ am selben Abend, deren Startbereich schon vorher rund um die Gedächtniskirche
aufgebaut wird. Angemeldet zum CSD sind rund 45 Fußgruppen und 59 Trucks, eine rekordverdächtige Zahl.

Die Route des CSD. Foto: Gitta Pieper-Meyer Vergrößern
Die Route des CSD. © Gitta Pieper-Meyer

Die Abschlusskundegebung und die anschließende große Party sollen ab 17 Uhr am Brandenburger Tor starten. Genauso wichtig wie die Parade sind die Veranstaltungen drumrum. Neben der offiziellen CSD-Afterparty „Unity“ im Funkhaus Berlin (Nalepastraße 18, ab 22 Uhr) gibt es unzählige Angebote. Hier eine kleine Auswahl:

Große Stars - und ein Familienprogramm

FÜR FANBOYS & FANGIRLS: Nicht immer konnte der CSD mit Stars aufwarten. In diesem Jahr ändert sich das. Bei der Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor legt unter anderem DJ Felix Jaehn auf – und die ESC-Gewinnerin Netta singt ihre feministische Hymne „Toy“. Sicher verbunden mit ihrer genauso tollen Ententanz- Choreografie. Bock, bock! Ab 17 Uhr, Netta tritt gegen 19 Uhr auf, die anderen großen Namen ab 21 Uhr.

FÜR FAMILIEN: Der Nachwuchs (nicht nur) der Regenbogenfamilien kann sich beim CSD ebenfalls amüsieren: Neben der Hauptbühne ist ein Familien- und Sportbereich aufgebaut. Kinder können sich da unter anderem mit Schaum bespritzen und Seifenstücke basteln. Da freuen sich die Mamas und Mamis und Papas und Papis, wenn sie verschwitzt von der Parade kommen! Ab 15 Uhr, ebenfalls Brandenburger Tor.

FÜR KLASSIKER: Im SchwuZ werden CSD-Partys gefeiert praktisch seitdem es den Christopher Street Day gibt. Schließlich ist das SchwuZ – einst der erste schwule Clubs West-Berlins – noch mal zwei Jahre älter als der Berliner CSD. Die große Party steigt am Sonnabend ab 23 Uhr – und als Zugabe gibt’s am Sonntag ab 21 Uhr „Jenny-from-the- Block-Karaoke“: Lip-Synchen der größten Diven-Songs (Rollbergstraße 26 in Neukölln).

Partys in allen großen Clubs

FÜR FRAUEN: Direkt an der Spree treffen sich die Lesben zur offiziellen CSD-Lesbenparty: und zwar ab 21 Uhr im Spindler & Klatt in der Köpenicker Straße 16–17. Zur Abkühlung aber bitte nicht direkt in den Fluss springen! Etwas kleiner, aber mindestens genauso schwungvoll dürfte die „CSD-Tanzfieberparty“ in der Frauenkneipe Begine ausfallen: Ab 20 Uhr, Potsdamer Straße 139.

FÜR REINKOMMER: Okay, zum Berghain muss man nichts weiter sagen; auch dass es einer der queersten Clubs Berlins ist, dürfte bekannt sein. Wer es in der CSD-Nacht schafft reinzukommen, tanzt zu DJs, die alle in der schwulen Subkultur bestens bekannt sind. Wie das Berghain haben die meisten großen Clubs CSD-Partys: Watergate, Ritter Butzke, Polygon, About Blank und, und, und.

FÜR WELTBÜRGER*INNEN: Orientalischer Kreistanz mit Lesben, Schwulen, Transgender, ach was, allen Identitäten? Das gibt’s nur im SO36 bei „Gayhane“. Die legendäre Gay Oriental Night findet auch heute statt (22 Uhr, Oranienstraße 190)

Na denn: Happy Pride!

+ + + Der Queereinsteiger. Vor 40 Jahren gründete Bernd Gaiser mit anderen Homosexuellen den Berliner Christopher Street Day. Warum der Kampf für ihn noch nicht vorbei ist, lesen Sie hier. + + +

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