Ihre Dienstwaffe sollten Polizisten besser nicht aus den Augen lassen. Foto: dpa
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Geldstrafe wegen Fahrlässigkeit Dänischer Polizist vergisst Dienstwaffe auf der Toilette

Ausgerechnet der Mordverdächtige, den der Polizist bewachen sollte, soll die Waffe gefunden und den Beamten darauf aufmerksam gemacht haben.

In Dänemark ist ein Polizist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er seine Dienstwaffe auf der Toilette vergessen hat - die dann von dem Mordverdächtigen gefunden wurde, den der Beamte bewachen sollte. Wegen schwerer Fahrlässigkeit im Dienst wurde der 55-Jährige am Mittwoch von einem Gericht im dänischen Glostrup mit zehn Tagessätzen in Höhe von 500 Kronen belegt, wie die Nachrichtenagentur Ritzau und die Zeitung „Ekstra Bladet“ berichteten. Umgerechnet muss er damit rund 670 Euro zahlen.

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Der Polizeibeamte hatte Ritzau zufolge an einem Sonntagmorgen im Mai 2020 einen Mordverdächtigen im Krankenhaus der Gemeinde Herlev bei Kopenhagen bewacht. Nach einem Gang auf die Toilette kehrte er auf seinen Posten zurück, hatte seine geladene Dienstwaffe da aber auf dem Klo vergessen. Dort wurde sie schließlich von dem Verdächtigen gefunden, den der Polizist im Auge behalten sollte.

Der Beamte hatte sich vor Gericht nicht schuldig bekannt und angegeben, sein Versäumnis sofort erkannt zu haben, nachdem er auf seinen Stuhl wenige Meter von der Toilette entfernt zurückgekehrt sei. Er habe sich seinen Waffengürtel geschnappt, bevor der Verdächtige ihn habe erreichen können. Der Mann, den er bewachte - laut „Ekstra Bladet“ ein damals 15 Jahre alter Jugendlicher - erklärte jedoch, dass er den Gürtel auf dem Klo gesehen und den Beamten darauf aufmerksam gemacht habe. (dpa)

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