Die Statistik der Audio MA umfasst auch das Digitalradio. Inzwischen nutzt jeder Vierte DAB+. Foto: Klaus Westermann/SWR/NDR
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Gewinner und Verlierer auf dem Radiomarkt RBB-Wellen mit teils hohen Verlusten

Antenne Brandenburg in der Region nun hinter Berliner Rundfunk. Zugleich stabilisiert Radio Eins die Hörerzahlen.

Das klassische Radio hat auch 50 Jahre nach der ersten Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse (agma) einen festen Platz in der Mediennutzung. Fast drei Viertel der über 14-Jährigen – 73,9 Prozent, ein Minus von 0,8 Prozent im Vorjahresvergleich – schalten an einem durchschnittlichen Werktag das Radio ein. Das ergibt die MA 2022 Audio I. Dabei geht die Hördauer leicht um fünf auf 254 Minuten zurück.

Über mehr Hörer kann sich derweil das Digitalradio DAB+ freuen. Innerhalb des vergangenen Jahres nimmt die Nutzerschaft von etwas über 20 Prozent auf nun fast 25 Prozent zu. Die Akzeptanz von Podcasts ist noch höher, sie legt binnen zwölf Monaten von knapp 30 Prozent auf gut 37 Prozent zu. „Die Gattung Radio/Audio behauptet sich weiterhin stark im Kampf um die Aufmerksamkeit und Zeitbudgets der Mediennutzer“, fasst dies Vorstand Radio/Audio der agma, Jan Isenbart zusammen.

Seit 50 Jahren hilft die Analyse bei der Festlegung der Werbepreise

Die zweimal jährlichen Erhebungen – für die aktuelle MA wurden 66 000 deutschsprachige Personen befragt – dient zur Ermittlung der Werbepreise. Der Arbeitsgemeinschaft gehören 200 Unternehmen der Medien- und Werbewirtschaft an.

Von der nahezu konstant hohen Akzeptanz des Mediums Radio können allerdings längst nicht alle Wellen profitieren. Dies trifft auch auf die Antenne Brandenburg des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) zu. Sie verliert 6000 Hörer pro Stunde und liegt nun hinter dem Berliner Rundfunk, der seine Hörerschaft um 10 000 auf 148 000 ausbauen kann und nun Marktführer in der Region ist.

Kräftige Abschläge müssen auch die Wellen rbb 88.8 (minus 9,5 Prozent), 104,6 RTL (minus 12,7 Prozent), BB Radio (minus 16 Prozent) und Fritz (minus 10,8 Prozent) verkraften. Dagegen stabilisiert Radio Eins seine Hörerzahlen, die nun bei 131 000 in der Durchschnittsstunde liegen.

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