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Schnelle Küche - Die tägliche Rezeptkolumne Schottische Eier

Kleiner Aufwand, großer Genuss: Einfache Rezepttipps aus der Redaktion. In Teil 27 versuchen wir uns an einem fancy Klassiker der britischen Küche.

Eier stehen ja gerade hoch im Kurs, Ostern lässt schön grüßen. Wer noch gefärbte Eier übrig hat und nicht bei unserer Sammlung "Kochen mit Ostereiern" fündig wurde, kann sie für dieses Rezept verwerten, durch das zusätzliche Frittieren werden die Eidotter vermutlich ein bisschen grünlich, dem Geschmack tut das aber keinen Abbruch und so sind sie dann auch nicht mehr nur von außen bunt.

Wer frische Eier verwenden will, schaut vielleicht noch kurz hier vorbei, bevor er nur den Preis beim Kauf entscheiden lässt. Vor einiger Zeit haben wir mit der Expertin Nikola Schwarzer gesprochen und mit ihr Fragen geklärt zur Lagerung, zur Frische, zur Küchenpraxis und was man anhand der Eidotterfarbe über die Qualität des Eis sagen kann.

In diesem Zusammenhang haben wir - nicht ganz uneigennützig - ein Rezept abgedruckt, das uns endlich mal erklärte, wie man es schafft, das Brät um das Ei bei Schottischen Eier zu wickeln. In in Großbritanien und in Berliner Hipsterküchen nennt man sie übrigens auch "Scotch eggs". Das Rezept stammt aus dem Kochbuch "Ei à la carte" und bietet genau das, was die Unterzeile verspricht: "Vielfältige Rezepte aus aller Welt" - soll heißen vom tausendjährigen Ei aus China über japanisches Tamago, türkische Menemen, französische Eclair und modernisierte Klassiker wie Eier und Speck versammelt Autor Luc Hoornaert inspirierende Ideen rund ums Ei (Sieveking Verlag 2018, 192 Seiten, 34 Euro).

Runde Sache: Luc Hoornaerts Rezepte- und Geschichtensammlung aus aller Welt, Sieveking Verlag, 2018, 192 Seiten, 34 Euro Foto: Vergrößern
Runde Sache: Luc Hoornaerts Rezepte- und Geschichtensammlung aus aller Welt, Sieveking Verlag, 2018, 192 Seiten, 34 Euro

So oder so ist das ein deftiger Spaß der auch optisch einiges hermacht.

Das Rezept

Zutaten für 4 Personen
6 Eier
200 g Wurstbrät (beim Metzger kaufen oder ein paar frische rohe Würstchen häuten und verwenden)
200 g Schweinehackfleisch
3 EL frisch gehackte Kräuter (z. B. Petersilie oder Schnittlauch)
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL scharfer Senf
1 EL Milch
50 g Mehl
100 g Paniermehl (vorzugsweise Panko)
Sonnenblumenöl zu Frittieren

Zubereitung

Vier Eier in einen Kochtopf legen und diesen mit Wasser füllen, sodass die Eier zwei Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt sind. Zum Kochen bringen. Die Temperatur zurückschalten, sobald das Wasser zu kochen beginnt, und 5 Minuten sieden lassen. Dann die Eier mindestens 10 Minuten in eiskaltem Wasser abkühlen.

Wer übriggebliebene gefärbte Ostereier verwenden will, startet ab hier:

Die Eier pellen.

Wurstbrät, Hackfleisch, Kräuter, Muskatnuss und Senf in eine Schüssel geben und gut vermischen. In vier gleich große Portionen teilen und diese auf ein Stück Frischhaltefolie legen. Flach drücken und jeweils ein gekochtes Ei darauflegen. Die Frischhaltefolie vorsichtig um das Ei legen, dabei die Wurstmasse so verteilen, dass sie das Ei vollständig umschließt. Alle vier Eier auf diese Weise umwickeln. Dann die Frischhaltefolie vorsichtig entfernen.

Die beiden restlichen Eier in einer Schüssel mit der Milch verquirlen.

Mehl und Paniermehl jeweils in eine Schüssel geben. Die Eier zuerst im Mehl wenden und das überschüssige Mehl vorsichtig abklopfen. Dann in der Eimischung und anschließend im Paniermehl wälzen.

Das Öl in eine Frittierpfanne oder einen tiefen Topf füllen und die panierten Eier in 170 Grad heißem Öl ein paar Minuten frittieren.

Herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Die Schottischen Eier können sowohl warm als auch kalt gegessen werden.

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