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Frau unter Männern. Zoe Wees bekommt einen Preis als Newcomerin of the Year bei den GQ Awards. Foto: dpa
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Zivilcourage, Antisemitismus und Einsatz gegen Kinderarmut Im November werden in Berlin wieder Preise vor Publikum verliehen

Nach der langen Corona-Pause gibt es im November wieder Preisverleihungen vor Publikum. Da darf auch wieder richtig geklatscht werden.

Die Preisverleihungen sind zurück. Noch ist Corona nicht besiegt, und manches muss in kleinerem Rahmen und unter den geltenden Hygiene-Bestimmungen stattfinden, aber immerhin können schon wieder außerhalb von Videozusammenkünften positive Akzente und Lichter gesetzt werden. Vor echtem Publikum und mit Applaus.

Am 2. November verleiht der Förderkreis „Denkmal für die ermordeten Juden Europas e.V.“ im Rahmen des 15. Spenden-Dinners für die Präsentation der Schicksale im Raum der Namen im Hotel Adlon den Preis für Zivilcourage gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus. In diesem Jahr bekommt ihn die Initiative „Artist Against Antisemtism“, die durch den Musiker Torsten Burkhardt alias „Torsun“ vertreten wird.

Er ist der Frontman der Elektroband Egotronic und bewegt Künstler und Kreative dazu, Gesicht zu zeigen gegen jede Form von Antisemitismus. Über 1000 Künstler und Kollektive beteiligen sich bereits an der Aktion. Die Tischrede wird Peter Albiez von Pfizer halten.

Ebenfalls zum 15. Mal wird am 3. November die Verleihung der Goldenen Erbse des Vereins Märchenland im Rahmen der 32. Berliner Märchentage zelebriert. Diesmal geht sie im Wintergarten-Varieté über die Bühne. Drei Preisträgerinnen gibt es. Die Influencerin, gelernte Krankenschwester und Unternehmerin Hatice Schmidt bekommt den Preis für ihren Einsatz gegen Kinderarmut.

Der Autor Ahmad Mansour wird eine Lobrede auf die afghanische Designerin Laila Noor halten, die mit dem von ihr gegründeten Verein Independent Afghan Women Association zehn Schulgebäude und Kitas für mehr als 18 000 afghanische Kinder errichten konnte.

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Die Schauspielerin Annette Frier engagiert sich für Demenz-Kranke und ist außerdem Botschafterin der Stiftung Lesen. Ihre Verdienste wird der Schauspieler Hans-Werner Meyer würdigen. Unter anderem Daniela Schadt, Tom Baldauf und Simone Panteleit wollen live dabei sein. Die Märchentage stehen in diesem Jahr unter dem Motto „Die purpurrote Blume – Märchen von Lust und Leid“.

Eine Frau unter lauter Männern

Einen Tag später zeichnet das Männermagazin GQ wieder die „Men of the Year“ aus. Diesmal findet die Zeremonie nicht in der Komischen Oper statt, sondern in der „Gendarmerie“. Dass die Bekanntgabe des ersten Preises eine Frau betrifft, ist wohl auch ein Zeichen für die fortwährende Modernisierung der Awards.

Die gebürtige Hamburgerin Zoe Wees, die ihren musikalischen Durchbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 schaffte, wird als „Newcomerin des Jahres“ geehrt.

Ebenfalls am 4. November werden die drei ehemaligen Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen beim Publishers' Summit im Rahmen des Treffens der Zeitschriftenverleger mit der „Victoria für Freiheit“ geehrt. Marianne Birthler, der frühere Bundespräsident Joachim Gauck und der letzte Amtsinhaber Roland Jahn stünden als „herausragende Schützer der Demokratie für eine weltweit einzigartige Aufarbeitung eines Diktaturapparates“ und eine gesellschaftliche Debatte, die viele Menschen in ganz Deutschland betreffe, heißt es in der Begründung der Jury.

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