Traut sich am Mittwoch nach Berlin: Boris Palmer, hier im Herbst 2016 auf dem Balkon des Bundeskanzleramts. Foto: imago
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Tübinger Oberbürgermeister besucht Berlin Boris Palmer verlässt den funktionierenden Teil Deutschlands

Am Mittwoch folgt der umstrittene Oberbürgermeister einer Einladung der CDU und begibt sich auf eine Berlin-Tour. Die führt ihn auch in den Görlitzer Park.

Im Dezember hatte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) für Aufsehen gesorgt, als er in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe sagte, dass er sich in Berlin nicht sicher fühle. "Wenn ich dort ankomme, denke ich immer: 'Vorsicht, Sie verlassen den funktionierenden Teil Deutschlands'". Diese Kritik nahm die Berliner CDU zum Anlass, um den Oberbürgermeister zu einer Berlin-Tour einzuladen.

Am kommenden Mittwoch um 9 Uhr will CDU-Fraktionsvorsitzender Burkhard Dregger Palmer zunächst die Messe Berlin zeigen, anschließend geht es zur Leipziger Straße, wo beide zu Fahrverboten sprechen werden. Gegen 10.50 Uhr ist ein Ortstermin im Görlitzer Park geplant. Dort soll mit Anwohnern über die Zeit nach dem Ende der Null-Toleranz-Strategie gesprochen werden.

Nichts klappe in Berlin, meinte Palmer in dem Interview im Dezember, die Stadt sei ein "failing state": „Ich komme mit dieser Mischung aus Kriminalität, Drogenhandel und bitterer Armut auf der Straße als spießbürgerliche baden-württembergische Grünen-Pflanze schlicht nicht klar." (Tsp)

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