Angelika Schöttler beim Rundgang zu den Baumaßnahmen im Rathaus Schöneberg im Mai 2018. Foto: Kitty Kleist-Heinrich
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Tempelhofer Feld „Kein Fußballstadion und keine Bebauung“

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Die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg über Pläne, den ehemaligen Flughafen doch noch zu bebauen.

Was wird aus dem Tempelhofer Feld? Angelika Schöttler ist seit 2011 Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg. Die Sozialdemokratin ist zudem Schatzmeisterin des SPD-Landesverbands. Im Interview bekräftigt sie das Ergebnis des Volksentscheides von 2014.

Frau Schöttler, was halten Sie vom Vorschlag Ihres Kollegen in Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, das neue Hertha-Stadion auf dem Tempelhofer Feld zu bauen?

Die Idee, dort Sportstätten – das heißt vor allem Fußballfelder – entstehen zu lassen, ist nicht neu und war damals durchaus auch vom Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg gewünscht worden. Beim Volksentscheid zum Tempelhofer Feld am 25. Mai 2014 haben die Bürgerinnen und Bürger eindeutig entschieden, dass das Feld nicht bebaut werden soll. Die Entscheidung akzeptiere ich.
Aber ist dieser Standort wegen der vorhandenen Infrastruktur nicht ideal? Es gibt ausreichend Platz. U- und S-Bahn-Anschlüsse sind vorhanden.
Das käme darauf an, in welchem Bereich des Feldes das Stadion entstehen würde. Im Neuköllner Bereich wäre die Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht optimal, auf der Tempelhofer Seite sähe ich verkehrstechnisch, insbesondere mit dem zusätzlichen Autoverkehr, große Probleme.
Immer wieder gibt es Pläne, das Feld für Wohnbebauung zu nutzen. Ist eine Randbebauung nicht doch interessant?
Wohnungsbau ist wichtig im Land Berlin und auch für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Das Tempelhofer Feld ist für uns hierbei kein Thema, viele andere Grundstücke schon.
Haben sich nicht die Zeiten seit dem Volksentscheid geändert?

Ich denke nicht, dass sich die Zeiten seit dem Volksentscheid schon geändert haben. Die Mehrheit des Volkes hat hier bekundet, dass sie keine Bebauung des Tempelhofer Feldes wünscht.


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