Ein Spatz sitzt auf einem Ast. Foto: Lukas Schulze/dpa
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„Stunde der Wintervögel“ Spatzen in Berlin am häufigsten gezählt

Bei der Nabu-Aktion haben Naturliebhaber in Berlin mehr als 82 000 Vögel gezählt. Häufig gesichtet wurden auch Kohl- und Blaumeisen.

Bei der Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“ haben Naturliebhaber mehr als 82 000 Vögel in Berliner Gärten und Parks gezählt. Am häufigsten sichteten die knapp 3700 Teilnehmer Spatzen vor Kohl- und Blaumeisen, wie der Naturschutzbund Berlin mitteilte. Dahinter folgen Nebelkrähen und Amseln. Die Zahl der insgesamt pro Garten gemeldeten Vögel blieb mit 33,5 im Vergleich zu 2019 ungefähr konstant (Vorjahr: 33,1).

Bundesweit beteiligten sich laut dem Nabu-Bundesverband mehr als 143 000 Menschen - diese zählten über 3,6 Millionen Vögel. Alle Bundesländer zusammengenommen lag die Vogelanzahl pro Garten mit 37,3 in diesem Jahr erneut niedriger als im langjährigen Vergleich.

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Aus Nabu-Sicht hängt das mit dem milden, schneearmen Winter zusammen. Erst bei Kälte und Schnee suchten viele Waldvögel die Gärten der etwas wärmeren Siedlungen auf, wo sie auch Futter fänden, hieß es.

Bei der seit 2011 laufenden Aktion waren die Menschen aufgerufen, am zweiten Januar-Wochenende eine Stunde lang Vögel zu beobachten und die gesichteten Arten zu melden. Die Daten sollen Rückschlüsse auf Entwicklungen in der Vogelwelt ermöglichen. (dpa)

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