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„Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen“, Plakat mit Text von 1972 des Künstlers Klaus Staeck. Jetzt plakatiert von der SPD in Steglitz-Zehlendorf. Foto: Uli Deiters
© Uli Deiters

SPD hängt legendäre Plakate wieder auf Wahlkampf mit Willy Brandt und Klaus Staeck

Keine Kampagnen-Guerilla, sondern die SPD selbst hat Retro-Plakate in Steglitz-Zehlendorf aufgehängt. Eins bleibt dabei unklar.

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellt sich in Gestik, Mimik und Politik gern in die Tradition Angela Merkels. Dabei hat seine Partei so viel eigenes Althergebrachtes, auf das sich ihr heutiges Personal berufen kann.

Im Wahlkampf tauchte im Südwesten der Stadt auf Plakat-Aufstellern jetzt nicht nur der Mandoline spielende Willy Brandt wieder auf, sondern auch Klaus Staeck mit seinem legendären Plakat von 1972: „Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen.“

Wer da Verdacht schöpfte und unsere Redaktion über mögliche Zweckentfremdung informierte, weil eine Wahlkampf-Guerilla am Werk schien, die heutige Sozialdemokraten an überwucherte Wurzeln erinnern wollte, konnte bald beruhigt werden: Alles offiziell, die SPD zitiert sich selbst und schwelgt in Gedanken an große Zeiten. Sogar verschenken will sie die Druckwerke an Interessierte (siehe Meldung in unserem Südwest-Newsletter).

Wie Klaus Staecks genial-sarkastischer Spruch heute lauten könnte? Vielleicht: „Deutsche Arbeiter! Die Grünen wollen Fahrverbote für eure SUVs.“ Oder: „Deutsche Arbeiter! Die Linke will eure Immobilien enteignen.“

Nicht ganz klar ist, auf welcher Seite die SPD dabei stünde.

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