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Der Senat stellte fest: „Kampfsport in seinen verschiedenen Ausprägungen ist Bestandteil der rechten Subkultur.“ Foto: picture alliance / Patrick Pleul
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Senatsantwort auf Linken-Anfrage Kampfsporttraining von Rechtsextremisten in Berlin-Weißensee

In der Sportanlage Rennbahn in Weißensee haben Rechtsextreme „sporadisch trainiert", heißt es vom Senat. Auch an anderen Orten sollen Neonazis geübt haben.

Mitglieder der rechtsextremen Szene nutzen eine Sportanlage in Berlin-Weißensee (Pankow) für Kampfsporttraining. „Dem Senat ist bekannt, dass Rechtsextremisten in der Sportanlage Rennbahn in Weißensee sporadisch trainiert haben“, antwortete die Senatsinnenverwaltung, zu der Polizei und Verfassungsschutz gehören, auf eine Linken-Anfrage.

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Auch an anderen Orten sollen Neonazis laut Senat Kampfsport trainiert haben, aber offenbar gibt es dazu keine genauen Erkenntnisse. Rechtsextremisten, unter anderem auch die Jugendorganisation der NPD, berichteten zwar regelmäßig von Kampfsporttrainings an unterschiedlichen öffentlichen Orten, allerdings ohne sie konkret zu nennen, hieß es.

Der Senat stellte fest: „Kampfsport in seinen verschiedenen Ausprägungen ist Bestandteil der rechten Subkultur.“ Zwar ließen sich politische Botschaften weniger gut transportieren als mit Musik, aber die Verbindung von Kampfsport und einer rechtsextremistischen Ideologie könne „Ausgangspunkt für politische Gewalt und Auseinandersetzungen auf der Straße sein“.

Daher bestehe die Gefahr, „dass Kampfsporttraining zur Radikalisierung von Rechtsextremisten beiträgt“. Die Sicherheitsbehörden beobachteten ständig, ob Rechtsextremisten die Kampfsportszene instrumentalisieren. Vereinzelt trainierten Rechtsextremisten auch bei normalen Berliner Sportvereinen, allerdings ohne politisch Einfluss auszuüben. Eine Unterwanderung von Vereinen sei nicht bekannt. (dpa)

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