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Ein Mann steht im Berliner Ortsteil Kaulsdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf vor einer Apotheke, die er nur nach Aufforderung betreten darf. Foto: Foto: Wolfgang Kumm/dpa
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Senat erwartet Millionen-Schaden Fast 400 Verfahren gegen Corona-Testzentren in Berlin

Rund 140 Millionen Euro Schaden durch Corona-Betrug erwartet die Berliner Innenverwaltung. Allein durch Testcenter-Betrug sollen es 25 Millionen Euro sein.

In Berlin ermittelt die Staatsanwaltschaft inzwischen gegen 379 Corona-Testzentren. Es geht vor allem um Betrug mit Tests, die nie stattgefunden haben. Das sagte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Allein hier rechnet Berlin mit einem Gesamtschaden von 25 Millionen Euro.

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Insgesamt rechnet die Innenverwaltung sogar mit einem Schaden von 142 Millionen Euro durch Betrug in der Corona-Pandemie, etwa durch erschlichene Corona-Hilfen. Momentan laufen laut Spranger mehr als 10.000 Verfahren in diesem Zusammenhang. In mehr als 2400 Verfahren geht es um gefälschte Impfnachweise oder Atteste zu Maskenbefreiungen.

Erst vor wenigen Tagen war die Berliner Polizei gegen eine Betrüger-Bande vorgegangen. Fahnder durchsuchten zehn Wohnungen und Büros in den Berliner Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg sowie in Brandenburg, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Die Polizei beschlagnahmte Beweise wie Geschäftsunterlagen und Speichermedien und außerdem rund 7,5 Millionen Euro.

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Die fünf verdächtigen Männer im Alter von 37 bis 75 Jahren sollen zwischen Februar und September 2021 in ganz Deutschland Schnellkredite zur Überbrückung von Finanzproblemen durch die Corona-Pandemie beantragt haben.

9,5 Millionen Euro sollen die Männer erhalten und zum Teil in betrügerische sogenannte Umsatzsteuer-Karussellgeschäfte investiert haben. Tsp

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