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Fans fotografieren am ersten Betriebstag einen neuen Zug in Spindlersfeld. Foto: Stefan Jacobs
© Stefan Jacobs

Seit Neujahr in Betrieb Neue Berliner S-Bahn blieb erstmals liegen - vier Stunden Sperrung

Zwei Wochen nach dem Start ist erstmals ein Zug der neuen Baureihe defekt liegengeblieben. Die Strecke nach Spindlersfeld war fast vier Stunden gesperrt. 

Seit dem Neujahrstag fährt die neue S-Bahn in Berlin. Am Donnerstag ist sie erstmals liegengeblieben. Um 8.29 Uhr sollte der Zug in Spindlersfeld als S47 Richtung Hermannstraße starten. Doch es ging nicht los. Mehrere Minuten probierte es der Fahrer, um 8.36 Uhr setzte er eine Störungsmeldung ab. Irgendwas mit einem Luftschlauch sei defekt, meldete er.

Die Fahrgäste stiegen also wieder aus und fuhren mit dem BVG-Bus Richtung Schöneweide. Das Abschleppen dauerte mehrere Stunden, wieso ist unklar. Gegen 10 Uhr hieß es in einem Internetforum von Bahnfans, dass der Zug nicht abgeschleppt werden könne.

Nach Angaben einer Bahnsprecherin konnte der Zug aber doch abgeschleppt werden, wenn auch mit Verzögerung. Der Schadzug sei gegen 12 Uhr in Schöneweide eingetroffen, die eingleisige Stichstrecke nach Spindlersfeld also wieder frei. Von Schöneweide sollte der Zug ins Betriebswerk Grünau geschleppt werden.  

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S-Bahn-Chef Peter Buchner hatte die neue Baureihe 483/484 wiederholt als "beste S-Bahn" bezeichnet, die Berlin je hatte. Was genau kaputt war, werde jetzt in Grünau untersucht, sagte die Bahnsprecherin. Die Züge waren vor ihrem Start 160.000 Kilometer Probegefahren, und zwar auf einer speziellen Teststrecke und auf allen Berliner Strecken. 

Insgesamt hat die Bahn 106 neue Züge bestellt, 85 vierteilige und 21 zweiteilige. Zusammen sind es also 382 Waggons. Jeweils fünf Züge dieser beiden Baureihen sind seit 1. Januar auf der Linie S47 im Einsatz. Liegengeblieben ist am Donnerstag eine zusammengekuppelte Kombination aus 483 und 484, zusammen also sechs Wagen. 

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