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Seit fast einem Jahr ist die Hochbahn in Kreuzberg gesperrt. Foto: Jörn Hasselmann
© Jörn Hasselmann

Sanierung der BVG-Hochbahn Sperrung auf U1 und U3 in Berlin-Kreuzberg wird ab Freitag ausgeweitet

Letzte Etappe bei der Hochbahnsanierung: Ab Freitag ist die Strecke der U1 und U3 bereits ab Hallesches Tor bis Warschauer Straße gesperrt.

Seit fast einem Jahr wird in Berlin-Kreuzberg gebaut. Seit fast einem Jahr ist die Hochbahn (Linien U1 und U3) zwischen Warschauer Straße und Kottbusser Tor unterbrochen. Seit fast einem Jahr fahren Busse als Ersatz. Am Freitag, 26. März, beginnt die letzte Etappe: Bis 11. April wird die Strecke auf einem deutlich längeren Abschnitt gesperrt, nämlich bereits ab Hallesches Tor.

Nach Angaben der BVG wird der barrierefreie Ersatzverkehr mit Bussen ausgeweitet von Warschauer Straße bis Hallesches Tor. Darunter leiden auch Radfahrer: Für die Busspur wurde der vom Bezirksamt zu Beginn der Corona-Pandemie eingerichtete Pop-up-Radweg zwischen Kottbusser Tor und Halleschem Tor auf beiden Seiten entfernt.

Pop-up-Radweg soll vom Provisorium zum dauerhaften Radweg werden

Da die Busse trotz Busspur oft im Stau stehen, empfiehlt sich eine Umfahrung mit der U6 und der S-Bahn mit Umstieg am Bahnhof Friedrichstraße. Am Halleschen Tor erfolgt die An- und Abfahrt der Züge nur vom Bahnsteig in Richtung Warschauer Straße.

Die Hochbahn ist Deutschlands älteste U-Bahn-Strecke. Seit vielen Jahren wird der stählerne Viadukt etappenweise saniert. Am 12. April sollen die Züge dann nach genau einem Jahr Sperrung wieder durchfahren.

Allerdings wird der U-Bahnhof Schlesisches Tor in Richtung Warschauer Straße noch bis etwa 20. April nicht angefahren, teilte die BVG mit. Der Bahnsteig muss noch neu asphaltiert werden, dies habe sich wegen der Witterung verzögert. 

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Der Radweg soll anschließend "verstetigt" werden, wie das Bezirksamt in der letzten Woche mitgeteilt hat. Verstetigen heißt: Aus den Provisorien werden dauerhafte Radwege. Dazu hatte der Bezirk in den vergangenen Monaten mehrere Varianten der Trennung zum Autoverkehr getestet. Die Bauarbeiten an der Hochbahnstrecke pausieren dann eine Weile.

Wie zuletzt berichtet, verschiebt sich die Sanierung des Abschnitts am Gleisdreieck bis 2023. Die Brücke der Hochbahn über den Gleisdreieckpark zwischen den U-Bahnhöfen Gleisdreieck und Kurfürstenstraße muss komplett abgerissen und neu gebaut werden. Der Stahl ist so verrostet, dass die darunter liegenden Spielplätze des Gleisdreieckparks seit fast zwei Jahren mit Bauzäunen versperrt sind, weil die BVG Angst hat, dass Teile herunterfallen.

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